Franzensfeste als Eisenbahnkontenpunkt erhalten

Veröffentlicht am 08.02.2017
Freiheitlicher Beschlussantrag teilweise angenommen

Die Zukunft von Franzensfeste hängt entscheidend mit der künftigen Rolle des Bahnhofs zusammen. Hierzu wurden einige Inhalte eines Freiheitlichen Beschlussantrages angenommen. Demnach verpflichtete der Landtag die Südtiroler Landesregierung bei allen weiteren Schritten bezüglich Studien und Projektierung von Infrastrukturmaßnahmen für das Eisenbahnnetz in der östlichen Landeshälfte die betroffenen Gemeinden einzubeziehen. Der Freiheitliche Fraktionssprecher im Landtag, Pius Leitner, lehnte den Vorschlag des zuständigen Landesrates Mussner, den Bahnhof von Franzensfeste auf einen Regionalbahnhof zu degradieren, ab. Auch künftig wird Franzenfeste eine wichtige Rolle als Knotenpunkt spielen.

„Sollte der BBT irgendwann fertiggestellt sein, wird die Anbindung des Pustertals an den internationalen Zugreiseverkehr über Franzenfeste erfolgen müssen“, gibt der Freiheitliche Fraktionssprecher im Landtag, Pius Leitner, in einer Aussendung einleitend zu bedenken. „Nur in Franzensfeste besteht die Möglichkeit die BBT-Strecke an einen Bahnhof anzubinden, zumal die Trasse bei Brixen wiederum unterirdisch verläuft. Als einzige unattraktive Alternative bliebe der Umstieg der Pustertalreisenden in Bozen, wenn Franzensfeste nicht mehr als Knotenpunkt in Frage käme“, erörtert Leitner.

„Wenn der Bahnhof von Franzensfeste auf den Status eines Regionalbahnhofes degradiert würde, so würde dies künftig zu einem Mobilitätsproblem im Pustertal führen. Ein umfassendes Mobilitätskonzept muss neben der regional wichtigen Riggertalschleife auch die unmittelbare Anbindung an den internationalen Zugverkehr vorsehen und damit den Bahnhof von Franzensfeste als Eisenbahnknotenpunkt erhalten“, betont der Landtagsabgeordnete und verweist auf die künftige Einbeziehung der betroffenen Gemeinden, durch die Annahme des Freiheitlichen Beschlussantrages.

„Die Vision des Bürgermeisters von Franzensfeste, Klapfer, der dortige Bahnhof könnte nach der Inbetriebnahme des Brennerbasistunnels als wichtige Nord-Süd-Drehscheibe genützt werden, verdient größere Beachtung als ihr derzeit zu Teil wird. Der Umstand, dass in Zukunft von Franzensfeste aus München und Verona in einer Stunde erreichbar sind, eröffnet eine Reihe von Optionen für die Südtiroler und für Touristen. Es ist natürlich eine politische Entscheidung, ob man das Dorf Franzensfeste 'sterbenlassen' oder ob man es mit einer Sauerstoffzufuhr stärken will“, gibt Pius Leitner abschließend zu bedenken.