Förderung der E-Mobilität in Südtirol – Freiheitlicher Antrag angenommen

Veröffentlicht am 28.12.2016
Umstieg auf erneuerbare Energieträger soll attraktiver werden

In verschiedenen europäischen Ländern wird derzeit intensiv über den Ausbau der E-Mobilität diskutiert. Mit ambitionierten Vorschlägen will man insbesondere die Ziele der Klimakonferenz 2015 in Paris umsetzen. Einige Länder beabsichtigen, ab einem bestimmten Datum nur noch Elektroautos zuzulassen. Es wird auch bereits darüber nachgedacht, bei der Baugenehmigung neuer Immobilien eine private Ladestation für Elektroautos vorzusehen. Bis dahin dürfte es jedoch noch dauern. Einerseits ist das entsprechende Bedienungsnetz noch ziemlich löchrig, andererseits kämpfen mächtige Lobbys und Förderstaaten von fossilen Brennstoffen um ihre Vormachtstellung. Auch Südtirol soll in Sachen E-Mobilität nachziehen und der Landtag nahm einen entsprechenden Freiheitlichen Antrag an.

„Die Landesregierung wurde vom Landtag verpflichtet, innerhalb der laufenden Legislaturperiode für eine flächendeckende Versorgung mit E-Tankstellen In Südtirol zu sorgen. Darüber hinaus werden neben den zulässigen Steuerbefreiungen auch mögliche Förderungen beim Ankauf von Elektroautos zu prüfen sein. Der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energieträger soll attraktiver werden“, erörtert der Freiheitliche Fraktionssprecher in einer Aussendung einleitend.

„Es scheint sich nun in Südtirol jene Situation zu wiederholen, die wir seinerzeit bei den erdgasbetriebenen Fahrzeugen hatten. Das Land gewährte zwar eine Förderung mittels zeitweiliger Steuerbefreiung, anfangs gab es jedoch eine einzige Tankstelle in Bozen. Dies verhinderte längere Zeit einen merklichen Umstieg auf Erdgas. Damit sich bei den Elektroautos nicht dasselbe wiederholt, ist eine flächendeckende Abdeckung mit E-Tankstellen im Vorfeld zu sorgen“, hält Leitner fest.

„Die Landesregierung hat in ihrer Sitzung vom 25. Oktober d. J. ein weitreichendes Strategiepapier angenommen und für die nächsten Jahre finanzielle Mittel im Ausmaß von 10 Millionen Euro jährlich bereitgestellt. Es ist zu begrüßen, dass diese Summe bereits im Haushaltsvoranschlag für 2017 eingeplant ist und dass mit dem Einsatz von Hybrid-Fahrzeugen im Bereich der öffentlichen Einrichtungen und Körperschaften ein erster Schritt gesetzt wurde. Neben der Umrüstung der öffentlichen Fuhrparks braucht es allerdings auch im privaten Bereich zusätzliche Maßnahmen und Anreize zur Förderung der E-Mobilität. Der Staat sieht derzeit eine fünfjährige Befreiung von der Autosteuer bei Elektroautos vor, in den Folgejahren sind lediglich 25% des normalen Autosteuersatzes zu entrichten. Aufgrund des engen Spielraumes bei der Gestaltung der Steuertarife kann Südtirol nur eine weitere Reduktion im Ausmaß von 10% vornehmen“, führt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete abschließend aus.