Flughafen-Referendum: Beim System Südtirol liegen offensichtlich die Nerven blank

Veröffentlicht am 30.05.2016
Team-Arno-Buberlpartie ruft zum Generalangriff auf Flughafen-Kritiker!

„Zurzeit zeigt sich besonders in der Angelegenheit Flughafen-Referendum in erschreckender Art und Weise, wie es um die Diskussionskultur in Südtirol bestellt ist. In populistischer Art und Weise will man dabei uns Südtirolern Angst einjagen und uns weismachen, dass es mit Südtirol bergab gehen würde, wenn Südtirol keinen Schuldenflughafen öffentlich finanziert. In einer Demokratie bestimmt immer noch das mündige Volk und nicht verkrustete Polit- und Parteistrukturen, die allesamt am Gängelband des System Südtirol hängen. Interessant wird es, wenn man sich anschaut, wie SVP-Funktionäre in den sozialen Medien miteinander umgehen. Oskar Peterlini, SVP-Senator a.D. kritisiert seit geraumer Zeit völlig zu Recht die derzeitige Landesregierung, die als die schwächste Landesregierung seit 1945 bezeichnet werden kann. Insbesondere wirft das Verhalten von Landeshauptmann Kompatscher und der vermeintlichen Erneuerungs-Riege zum Flughafen viele Fragen auf. Gewiss kann man Oskar Peterlini mit Blick auf seine Politkarriere politischen Opportunismus vorwerfen. Wie allerdings seine Partei-Genossen in den sozialen Medien derzeit auf Kritik am „System Arno“ reagieren, ist bezeichnend und wirft die Frage auf, ob da nicht ein wunder Punkt getroffen wurde. Unterm Strich war die Erneuerung nämlich ein Mega-Flop!“ urteilt die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair.

Es sei mehr als bezeichnend, dass das gesamte „Team Arno“, das mit einem angeblich neuen Stil angetreten sei, in altbekannter SVP-Arroganz auf Systemkritik reagiere. Die „Erneuerung“ sei höchstens ein Fall fürs Kabarett gewesen, so Mair. Besonders in der Flughafen-Rhetorik setze man auf dumpfen Populismus, Angstmache und Nicht-Argumente.

„Alles, was Rang und Namen im System Südtirol hat, bläst zum Gegenangriff gegen den Flughafen-Gegner Oskar Peterlini. Gewiss muss man sich die Frage stellen, ob Peterlinis Kritik glaubwürdig ist. Zutreffend ist sie aber. Nicht weniger unglaubwürdig ist es aber, wenn das gesamte „Team Arno“ nun zum Angriff bläst und dem verkrusteten SVP-System nun ein neues, ebenso zweifelhaftes Gesicht gibt. Vom SVP-Parlamentarier zum SAD-Chef, vom Journalisten zum SVP-Fraktionsmitarbeiter, vom Referenten der SVP-Landesregierung zum SVP-Bürgermeister eilt man offensichtlich einer niedergeschlagenen Landesregierung, die nicht mehr in der Lage ist, Politik für Südtirol zu treiben, sondern die einzig und allein den Lobbys nachrennt. Interessant dürfte die Frage sein, ob es sich um vorauseilenden Gehorsam handelt oder ob gar der Landeshauptmann zum Angriff aufgefordert und die Strippen zieht. Nicht uninteressanter ist die Frage, wer von den angesprochenen vermeintlichen „Erneuerern“ alles auf dem Gehaltszettel des System Südtirol steht. Das alles klingt eher nach Arnos und Philipps „Buberlpartie“, die mit Kritik und mit einer demokratischen Abstimmung über Südtirols Zukunft offensichtlich nicht umgehen kann und angewidert ist, wenn es in Südtirol jemand wagt, an ihrem System Kritik zu üben. Schlussendlich fragt sich auch, ob es um die Diskussionskultur in der SVP und um die Mitbestimmung in der Partei wirklich so schlecht bestimmt ist, dass Funktionäre sich Schlammschlachten in den sozialen Medien leisten", schließt Mair.