Flüchtlingslager in Auer

Veröffentlicht am 09.05.2016
Kritik von L. Abg. Walter Blaas: „Landesregierung hat kaum Informationen“

Der Freiheitliche Parteiobmann und Abgeordnete Walter Blaas hat sich kürzlich mittels einer Landtagsanfrage über das geplante Flüchtlingslager in der Markgemeinde Auer informiert.

Auf die Frage, wo und wie viele Asylbewerber in Auer untergebracht werden, erklärte die zuständige Landesrätin Martha Stocker, dass eine Aufnahmeeinrichtung in Form eines Fertigbaus für 50 Asylbewerber auf einem Areal des Landes in der Nähe des Bahnhofes Auer geplant sei, so der Abgeordnete in einer Aussendung. Detaillierte Angaben zu den Asylbewerbern konnte die Landesrätin in ihrer Antwort nicht machen, da die Aufnahme erst in einiger Zeit starten werde und die einzelnen Personen im Detail noch nicht festliegen würden. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Blaas kritisiert diese Tatsache und sieht darin mangelnde Transparenz gegenüber der Bevölkerung.

Wie hoch die Kosten für die Unterbringung der Asylbewerber seien, sei ebenfalls unklar, da eine genaue Bezifferung aufgrund der noch andauernden Planungsphase nicht möglich sei, entnimmt Blaas aus den ihm vorliegenden Antworten der Landesrätin. Die Investitionskosten werden vom Land Südtiroler getragen, kritisiert der Freiheitliche Landesparteiobmann und fordert mit Nachdruck eine Flüchtlingsobergrenze für Südtirol.

Die Verpflegungskosten und Personalspesen für die Asylbewerber werden pro Tag und Person wie für alle anderen Aufnahmeeinrichtungen maximal 28 Euro betragen, welche daraufhin vom Staat zurückvergütet werden, erläutert die Landesrätin weiter.

In der Gemeinde Franzensfeste sei vorerst keine Flüchtlingsunterkunft geplant, so Blaas abschließend.