Flüchtlingsheim in Innichen: Neue Unterkunft für 40 Asylwerber

Veröffentlicht am 27.05.2016
Landtagsabgeordneter Walter Blaas fordert Aufklärung

Medienberichten zufolge plane die Landesregierung, eine Flüchtlingsunterkunft in der Gemeinde Innichen im Hochpustertal zu errichten. Untergebracht werden sollen etwa 40 Asylwerber. Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas forderte in einer Landtagsanfrage Auskunft von der Landesregierung.

Landesrätin Martha Stocker gibt in ihrer Antwort bekannt, dass eine Aufnahmeeinrichtung für 40 Asylbewerber in einem Nebengebäude der ehemaligen „Druso-Kaserne“ geplant sei. Detaillierte Angaben zu den Asylbewerbern seien noch nicht möglich, da die Aufnahme erst in einiger Zeit starten werde. Die entsprechenden Planungen seien seit wenigen Wochen im Gange, so Stocker.

Auf die Kosten für die Unterbringung und die Führung der Flüchtlingsunterkunft angesprochen, teilt Stocker mit, dass eine genaue Bezifferung der Anpassungskosten nicht möglich sei, da man sich noch in der Planungsphase befinde. Das Land sei jedoch stets bemüht, die Anpassungskosten möglichst gering zu halten. Bezüglich der Führung der Unterkunft sei noch keine Entscheidung getroffen worden, erklärt die Landesrätin.

Aus Stockers Antwort geht zudem hervor, dass in weiteren Gemeinden Südtirols Flüchtlingsunterkünfte geplant seien. Das Land sei zurzeit dabei, gemeinsam mit Gemeinden und Bezirksgemeinschaften zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten zu definieren, teilt Landesrätin Stocker auf Nachfrage von Walter Blaas mit.