Flüchtlinge im Supermarkt und auf dem Bozner Messegelände

Veröffentlicht am 06.06.2016
„Das Land hat vom Bozner Unternehmer Tosolini eine Halle, welche früher als Supermarktet diente für drei Jahre angemietet, um dort bis zu 500 Flüchtlinge unterzubringen. Diese besagte Halle befindet sich in der Industriezone von Bozen. Weiters wird am Bozner Messegelände laut Medienberichten, eine weitere Halle für Flüchtlinge eingerichtet. Außerhalb der Halle werden Duschen und WC’s aufgestellt. Diese sollen angeblich laut Landesrätin Martha Stocker nur als Zwischenlösung angesehen werden“, schreibt Walter Frick, Freiheitlicher Bezirksobmann von Bozen, in einer Pressemitteilung.

„Die Regierung in Rom sucht angesichts der immer größer werdenden Zahl von Flüchtlingen, die in den nächsten Wochen in Italien eintreffen werden, in ganz Italien neue Unterkünfte. Die Regierung kündigt an, dass in Zukunft jede zweite Gemeinde in Italien Migranten aufnehmen muss! Seit Jänner sind bereits über 47.000 Migranten an der italienischen Küste gestrandet. Laut Regierung sind ab Juli drei neue Registrierungsstellen in verschiedenen Regionen geplant“, so Frick.

„Was das für Südtirol heißt, ist ganz klar, es wird nicht bei den 700 Flüchtlingen bleiben, die wir vom Staat in der nächsten Zukunft zugewiesen bekommen werden! Es werden noch viel, viel mehr sein, denn nicht umsonst wird unter strenger Geheimhaltung bei der Bozner Messe eine Halle zu Schlafplätzen umfunktioniert. Hoffen wir mal, dass es zum Schluss nicht mehrere Hallen werden! Weiters werden auch die Gemeinden auf dem Land eine bestimmt Anzahl von Flüchtlingen aufnehmen müssen, ob sie wollen oder nicht! Weiters stellen wir uns auch die Frage, wie man sich von Seiten des Landes vorstellt, die Ausrichtungen der zukünftigen Messeveranstaltungen abzuwickeln“, fragt sich Frick.

„Für die Freiheitlichen des Bezirkes Bozen Stadt und Land ist es ganz klar, dass wenn es soweit kommt, nur politische Flüchtlinge aufzunehmen sind, und das auch nur für eine bestimmte Zeit, bis wieder Frieden in ihrer Heimat herrscht. Weiters haben wir Freiheitlichen schon des Öfteren die Zuständigkeit für die Flüchtlingsfrage in Südtirol gefordert, leider ohne Erfolg! Die Obergrenze für unser Land liegt auf jeden Fall bei bis zu 1.000 Flüchtlingen und nicht darüber. Deshalb muss Italien die Registrierungsstellen in den verschiedenen Regionen so schnell wie möglich ausfindig und einsatzbereit machen“, so Frick abschließend.