FH solidarisch mit Bauernbundobmann Tiefenthaler

Veröffentlicht am 28.08.2017
Großraubwild nicht mit Südtirols Almwirtschaft vereinbar.
 
Bozen - „Landesbauernbundobmann Leo Tiefenthaler betreibt alles andere als Panikmache wenn er in der derzeitigen Ausbreitung der Wolfs- und Bärenpopulationen den Untergang der Südtiroler Almwirtschaft in Gefahr erkennt." so der freiheitliche Parteiobmann Andreas Leiter Reber in einer Aussendung.
 
„Unabhängig des ökologischen und touristischen Stellenwerts den die Almen in Südtirol einnehmen, scheinen viele Befürworter von Wolf und Bär nicht zu begreifen, dass die Nutztierhaltung auf den kleinstrukturierten Bauernhöfen in Südtirol existenziell von der Almwirtschaft abhängig ist. Über 30 Prozent der gesamten Landesfläche Südtirols wird von den beweideten Almflächen eingenommen, allein daran ist ihre große wirtschaftliche Bedeutung für unsere Viehhaltungsbetriebe ablesbar. Der für ausreichenden Schutz vor Wölfen notwendige Personalaufwand und die entsprechenden Schutzmaßnahmen sind beim Gelände, Umfang und der Struktur der Südtiroler Almen unrentabel und würden einen landwirtschaftlichen Betrieb derart belasten, dass sich eine Almbeweidung nicht mehr rechnet. Ein endgültiges Wegfallen der Almweiden könnte nur durch den Import enormer Futtermengen ausgeglichen werden, der die meisten Bergbauernhöfe ebenso zur Aufgabe zwingen würde." mahnt Leiter Reber.
„In ganz Europa sind Wolf und Bär auf dem Vormarsch, was beweist, dass die mit großem finanziellem Aufwand betriebenen Projekte zur Wiederansiedelung erfolgreich waren. Gerade im Sinne eines verantwortungsvollen Artenschutzes kann Großraubwild nur in jenen Gebieten einträchtig angesiedelt und heimisch werden, die aufgrund ihrer Größe, Besiedelung und landwirtschaftlichen Nutzung dafür geeignet sind – die Südtiroler Almen kommen dafür nicht in Frage!
Die Südtiroler Landesregierung ist aufgefordert den Südtiroler Bauernbund zu unterstützen, sich klar gegen eine Ausbreitung von Wölfen und Bären auszusprechen und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen. Der heurige Almsommer geht bereits zu Ende, aber es muss jetzt auf römischer und europäischer Ebene interveniert werden, um die Bewirtschaftung unserer Almen und den Fortbestand unser bäuerlichen Betriebe auch morgen noch garantieren zu können. Auch ein gemeinsames Auftreten der Europaregion Tirol ist hier mehr als angebracht. Wir Freiheitliche sind bereits aktiv und werden auch in Österreich um Unterstützung für den Erhalt der Almwirtschaft suchen." so der freiheitliche Parteiobmann abschließend.