Faktencheck Flughafen: Passagierzahlen

Veröffentlicht am 07.06.2016
Maximum von 58.336 Reisenden im Jahr 2014 – Tickets tragen kaum zum Gesamtumsatz bei

Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Abgeordnete Walter Blaas informiert mittels handfester Fakten über den Flughafen von Bozen, wiegt Behauptungen und Ansichten mit Zahlen ab und will einen Kostenüberblick schaffen. „Im Interesse der Bürger Südtirols soll hinsichtlich des anstehenden Referendums über die weitere öffentliche Finanzierung des Flughafens von Bozen durch das Land Transparenz herrschen. Weder Wurfspiele noch Märchen können mit Fakten mithalten“, hält Blaas fest und setzt sich mit den Passagierzahlen der letzten Jahre auseinander.

„170.000 Passagiere muss der Flughafen von Bozen ab 2022 jährlich als Minimum abfertigen, sonst würde das Land die Zahlungen einstellen, insofern am Sonntag das JA beim Referendum gewinnen sollte“, informiert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas in einer Aussendung. „Umso wichtiger ist es, dass das hehre Ziel von 170.000 Passagieren mit der Realität der bisherigen Passagierzahlen verglichen wird“, untermauert Blaas und übt Kritik an all zu hohen Erwartungen.

„Eine Spitzenpassagierzahl von 58.336 Reisenden lässt sich für das Jahr 2014 am Flughafen von Bozen feststellen“, entnimmt der Abgeordnete aus den vorliegenden Zahlen und stellt fest, dass dies gerade einmal ein Drittel der angestrebten 170.000 Passagiere pro Jahr ausmacht. „In den anderen drei Jahren 2012, 2013 und 2015, welche untersucht wurden, sind 36.828, 25.553 bzw. 26.936 Passagiere gezählt worden. Diese Zahlen machen etwa ein Siebtel bzw. ein Fünftel der angestrebten Passagierzahl aus“, ergänzt Blaas.

„Der Großteil der Passagierzahlen entfiel auf Linienflüge, während die Charterflüge nur einen kleinen Teil ausmachten“, betont Walter Blaas und verweist auf die geringe Zahl von etwa 4.000 Charterpassagieren jährlich.

„Der Anteil der Tickets am ABD-Gesamtumsatz macht einen geringen Teil aus“, hält Blaas abschließend fest, „denn der Prozentsatz liegt hierbei zwischen 0,15 Prozent im Jahr 2015 und 0,57 Prozent im Jahr 2012.“