Entfernungen von Kreuzen aus öffentlichen Gebäuden in Südtirol

Veröffentlicht am 07.02.2017
In Österreich ist eine neuerliche Debatte um ein Kreuzverbot entflammt. Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) hatte am Mittwoch angeregt, im Hinblick auf das neue Integrationsgesetz, das ein Neutralitätsgebot im öffentlichen Dienst vorsieht, mit allen Religionsgesellschaften zu klären, ob das Kreuz in Schulen und in Gerichtsgebäuden noch zeitgemäß ist und ob sie bleiben können.

Mittlerweile ist die Kruzifix-Debatte auch in Südtirol wieder ein politisches Thema. So stellt sich die Grünen-Politikerin Brigitte Foppa auf die Seite der SPÖ-Staatssekretärin und spricht sich ebenfalls für eine Entfernung der Kreuze aus den Schulen aus. Wenn sich Italien als laizistischer Staat bezeichnet, so ist die Berechtigung des Kreuzes im öffentlichen Raum in Frage zu stellen, entweder haben darin alle Religionen Platz oder keine, meint Foppa.

Im März 2011 hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg in letzter Instanz entschieden, dass Kruzifixe in italienischen Schulen hängen dürfen und nicht aus Rücksicht auf nicht-christliche Schüler oder deren Eltern entfernt werden müssen. Dieser Ansicht sind selbstverständlich auch wir Freiheitlichen. Es kann nicht sein, dass aus falscher Rücksicht gegenüber Andersgläubigen das Kreuz aus öffentlichen Gebäuden verschwinden muss!

Es ist nicht bewiesen, ob ein Kruzifix einen Einfluss auf die Schüler hat, auch wenn es in erster Linie als religiöses Symbol zu betrachten sei. Selbstverständlich kommt es auch auf das Südtiroler Volk an, ob es noch mehrheitlich die christlichen Werte lebt oder nicht? Denn es sind nicht die Migranten, die in erster Linie die Entfernung der Kruzifixe verlangen, sondern unsere eigenen Leute. Das sollte auch mal zu denken geben!

Wenn sich eine Brigitte Foppa von den Grünen sowie andere Menschen in Südtirol mit starker linker Prägung für ein Kreuzverbot in öffentlichen Gebäuden aussprechen, muss der Gedanke erlaubt sein, ob uns der Wohlstand in dieser Angelegenheit mehr schadet als nützt!

Der Freiheitliche Landesparteiobmann Stellvertreter
Walter Frick