Entfernung des König Laurin-Brunnens in Bozen

Veröffentlicht am 12.01.2017
Volkstumspolitisch sehr bedenklich ist der Umstand, dass es zwischen der Landesregierung und der Gemeinde Bozen eine Vereinbarung bezüglich einer Verlegung des Laurin-Denkmals geben haben soll. Seit Langem schon würden verschiedene politische Kräfte in Bozen die Absicht bekunden, den Brunnen am Silvius-Magnago-Platz zu entfernen. Unter anderem wurden die Vorstöße angeführt vom Grünen Landtagsabgeordneten Riccardo Dello Sbarba, der gegen den Verbleib des Laurin-Brunnens am Landhausplatz in Bozen ist! Sogar Bürgermeister Renzo Caramaschi soll sich angeblich für die Entfernung des Denkmales ausgesprochen haben!

Der Brunnen erinnert an den sagenhaften Zwergenkönig Laurin, der im Kampf Dietrich von Bern unterlag. Die Geschichte wurde als mittelhochdeutsches Heldenepos aus dem 13. Jahrhundert sowie als volkstümliche, alpenländische Sage überliefert. Letztere versucht das rote Glühen des Rosengartens zur Dämmerungszeit zu erklären. Die Überlieferung gehört zu Südtirol, wie seine Menschen, die in diesem Land leben.

Der Laurin-Brunnen wurde im Jahr 1993 als Akt später Gerechtigkeit vom Staat Italien dem Land Südtirol zurückgegeben. Schlussendlich wurde er 1996 auf dem Landhausplatz aufgestellt.

Der Laurin-Brunnen mit seiner volkstümlichen Überlieferung sollte vom Silvius-Magnago-Platz entfernt und an einer anderen Stelle aufgestellt werden. Die Kopien der beiden Kapitolinischen Skulpturen, der römischen Wölfin und des Markuslöwen (faschistischen Relikte zwischen der Talferbrücke und dem Siegesdenkmal) sollten hingegen wieder neu errichtetet werden! Immer mehr enttäuscht sind wir vom Verhalten dieser neuen Stadtregierung und deren Mittelinks-Bürgermeister und Vizebürgermeister. Letzthin konnte durch den Freiheitlichen Antrag im Südtiroler Landtag bewirkt werden, dass das Laurin-Denkmal auf dem Silvius Magnago bleiben darf.

Der Freiheitliche Landesparteiobmann Stellvertreter
Walter Frick