Empfang der deutsch- und ladinischsprachigen Programme in Trient wartet auf Umsetzung

Veröffentlicht am 31.08.2016
L. Abg. Walter Blaas informierte sich über die Fortschritte bei der Umsetzung eines genehmigten Beschlussantrages der Region

Der Regionalrat der Autonomen Region Trentino-Südtirol hatte bei seiner Sitzung vom 22. April 2015 einen Beschlussantrag der Freiheitlichen Fraktion angenommen. Ziel des Antrages war die Ausdehnung der deutsch- und ladinischsprachigen Programme der Rundfunkanstalt Südtirol auf die Provinz Trient. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas wollte nun über die Fortschritte bei der Umsetzung des Beschlussantrages unterrichtet werden.

„Derzeit können weder deutschsprachige noch ladinischsprachige Programme der RAS in Trient empfangen werden“, kritisiert der Freiheitliche Abgeordnete Walter Blaas in einer Pressemitteilung einleitend. „Die RAS besitze nur eine Sendeermächtigung für die Abstrahlung der Digitalradioprogramme DAB am Sendestandort Paganella“, hält Blaas mit Blick auf die vorliegende Antwort auf seine Anfrage fest.

„Damit künftig im benachbarten Trentino sämtliche Rundfunkübertragungen der RAS in deutscher und ladinischer Sprache empfangen werden können, bedarf es des Einverständnisses der ausländischen Rundfunkanstalten, die Abklärung der Urheberrechte sowie der notwendigen Finanzierung. Daneben müsse die RAS beauftragt werden, um den Dienst durchzuführen und vonseiten des Ministeriums sei eine Erlaubnis für die Mitbenutzung der Sendestandorte der RAI notwendig“, erklärt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete anhand der ausgefertigten Unterlagen.

„Bisher sei ein Ansuchen der RAS für die Inbetriebnahme des Sendestandortes Paganella eingereicht worden. Darüber hinaus werden Gespräche mit der Provinz Trient, Trentino Network und der RAI für die Versorgung der deutschsprachigen Minderheit in der Provinz Trient geführt. Dabei stehen vor allem das Fersental und Lusern über die Sendestandorte Finonchio, Lenzi und Falesina im Fokus“, so Blaas.

„Die Umsetzung des genehmigten Antrages muss zügiger umgesetzt werden“, fordert Blaas und verweist auf die Beachtung des politischen Willens. „Der Minderheitenschutz und die Förderung der Sprache bilden das Fundament unserer Identität und müssen ausgebaut werden“, unterstreicht der Freiheitliche Abgeordnete Walter Blaas abschließend und sieht darin eine wichtige kulturelle Initiative im Sinne des Tiroler Geistes.