Einstellung von Landwirten für Gelegenheitsarbeiten in der Gemeinde Mölten

Veröffentlicht am 15.06.2017
Der Beschlussantrag zur Einstellung von Landwirten für Gelegenheitsarbeiten in Mölten wurde von der Mehrheit und den Bauernvertretern abgelehnt.  

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Mölten brachte die freiheitliche Ratsfraktion einen Beschlussantrag zur Abstimmung. Dieser sah vor, dass in der Gemeinde Mölten Landwirte bei Bedarf oder stundenweise für bestimmte Arbeiten angestellt werden könnten.
 
Da in der Gemeinde Mölten im Jahresverlauf verschiedene kleinere Arbeiten anfallen, die auch stundenweise von einem oder mehreren Landwirten verrichtet werden könnten, wäre deren Einstellung bei Bedarf sinnvoll gewesen. Zu denken sei an die Pflege der Parkanlagen, Mäharbeiten, die Säuberung der Wasserschächte, der Gehsteige oder der Kinderspielplätze.
 
Das Staatsgesetz Nr. 97 vom 31. Jänner 1994, besser bekannt als Berggesetz, ermöglicht den Landwirten und deren bauernversicherten Familienmitgliedern aus den Berggebieten sozialabgabenfrei einem Zu- und Nebenerwerb nachzugehen. Der Betrieb, welcher den Landwirt anstellt, zahlt auch zu seinen Lasten keine Sozialabgaben ein und die Gemeinde hätte somit einen finanziellen Vorteil.
 
Leider hat die gesamte SVP samt den drei Bauernvertretern den Beschlussantrag der Freiheitlichen abgelehnt. Die Frau Bürgermeisterin erklärte die Ablehnung damit, dass sie auch Studenten und Rentner gerne anstellen würde. Die freiheitlichen Gemeinderäte halten fest, dass man schon vor Jahren den Vorschlag gemacht hat, Studenten über die Sommermonate anzustellen. Damals wurde der Vorschlag abgelehnt, da man Studenten nicht alleine arbeiten lassen könnte! Weiters hätte man auch in den vergangenen Jahren Rentner anstellen können wenn man gewollte hätte. Dies hätte aber zur Folge gehabt, dass die zusätzlichen Lohnnebenkosten zu entrichten gewesen wären. Die Bürgermeisterin hatte in der Vergangenheit immer wieder erklärt, dass für das Einstellen von weiterem Personal kein Geld vorhanden wäre. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass es der SVP nicht um Sachpolitik sondern um reine Parteipolitik geht!
 
Die freiheitlichen Gemeinderäte
Walter Frick und Alois Reich