Digitalradios bald wertlos – Verbraucher in die Irre geführt

Veröffentlicht am 15.12.2016
Landesparteiobmann Walter Blaas warnt vor den Folgen der Umstellung von DAB auf DAB+

Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas reagiert mit ungehaltener Kritik auf die Umstellung des DAB-Empfangs von Radiogeräten auf DAB+-Empfang. Ältere Digitalradios und DAB-Geräte können künftig keine Digitalprogramme mehr empfangen. Viele Verbraucher haben erst kürzlich Radiogeräte erworben, die nun bald nicht mehr funktionstüchtig sind.

„Vor wenigen Jahren startete die Umsetzung des Digitalradioempfangs in Südtirol. Damit sollte die Qualität der Sprachausgabe an den Radiogeräten verbessert werden Das sogenannte DAB (Digital Audio Broadcasting) wurde als digitaler Übertragungsstandard für den terrestrischen Empfang von Digitalradios eingeführt“, analysiert der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas die Ausgangslage.

„Mit 31. Januar 2017 stellt die RAS nun die Digital-Radio-Programme von DAB auf DAB+ um“, hält Blaas fest. „Mit dem neuen Standard DAB+ werden ältere Digitalradiogeräte (auch wenn sie nur wenige Jahre alt sind) wertlos“, kritisiert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete. „Viele Bürger haben sich diese teuren Geräte erst kürzlich geleistet und nun sollen die Radios wieder ausgemustert werden“, so Blaas.

„Wenn die Umstellung auf DAB+ schon länger bekannt war, dann wäre eine Umstellung auf DAB erst gar nicht notwendig gewesen. Viel Geld hätte sich einsparen lassen und auch die Bürger wären nicht in die Irre geführt worden“, betont Walter Blaas und fordert ein Eingreifen der Verbraucherschützer.

„Die teuren Radiogeräte, die bald nur mehr Schrott sein werden, eignen sich nicht einmal für den Müllverbrennungskomplex in Bozen und damit zur Energiegewinnung. Die Umweltprobleme dürfen bei einem derartigen Verschleiß von technischen Geräten nicht außer Acht gelassen werden“, gibt Blaas abschließend zu bedenken und warnt vor den kostspieligen Umstellungen für die Verbraucher.