Deutsche Terminologiedatenbank

Veröffentlicht am 23.09.2016
Neu konfigurierte Datenbank „Bistro“ seit Mitte September öffentlich zugänglich

In einem Zeitungskommentar am 1. September 2016 wurde angeregt, eine online zugängliche und ständig aktualisierte Terminologiedatenbank einzurichten. Es wurde bemängelt, dass es mit der deutschen Muttersprache in vielen Bereichen der öffentlichen Verwaltung nicht zum Besten stehe. Es herrsche eine babylonischen Sprachenverwirrung in vielen Bereichen wie Steuern, Arbeitsrecht und Pensionen. Der Freiheitliche Fraktionssprecher im Südtiroler Landtag, Pius Leitner, erkundigte sich mittels einer Anfrage über den Stand der Dinge.

„Seit dem Jahr 2003 existiert das Informationssystem für Rechtsterminologie namens ‚Bistro‘“, erklärt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Pius Leitner in einer Aussendung einleitend und verweist auf die Antwort auf seine Anfrage. „Gemäß Auskunft des Landeshauptmannes sei die Datenbank kürzlich neu konfiguriert worden durch die zuständige Fachabteilung der Europäischen Akademie“, entnimmt Leitner aus den Unterlagen. „Seit Mitte September steht die Datenbank zur Verfügung. Etwa 37.000 Fachbegriffe in den drei Landessprachen aus zahlreichen Bereichen wie Europarecht, Familienrecht, Verwaltungsrecht, Zivilrecht und vielem mehr werden in der Datenbank geführt“, erläutert Leitner.

„Darüber hinaus beschäftige sich die Arbeitsgruppe ‚Sprache in der Landesverwaltung‘ mit der Verbesserung der Sprachqualität in der öffentlichen Verwaltung“, unterstreicht der Freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Auch bei Tagungen im In- und Ausland wird an den Ansätzen zur Verbesserung der Rechtssprache gearbeitet“, erklärt Leitner mit Blick auf die vorliegenden Unterlagen. „Das wichtigste Ziel sei, dass alle Landesgesetze und allen sonstigen Texte der Landesverwaltung, die an die Öffentlichkeit gehen, in allen Landessprachen rechtssicher sind, terminologisch und fachlich korrekt aber gleichzeitig auch idiomatisch und verständlich“, entnimmt Pius Leitner abschließend aus der Antwort auf seine Anfrage und unterstreicht die Wichtigkeit der Rechtssicherheit beim sprachlichen Gebrauch.