Deutsche Kindergärten und Schulen müssen in Südtirol deutsch bleiben

Veröffentlicht am 27.07.2017
In Südtirol müssen die deutsche Kindergärten und Schulen in erster Linie den deutschen Kindern vorbehalten bleiben. In Städten wie Bozen, Leifers oder Meran sowie in weiteren größeren Ortschaften werden die deutschen Kindergärten von vielen Italienern und Ausländern besucht. In sehr vielen Fällen sind kaum deutsche Sprachkenntnisse vorhanden. Dies trifft vor allem auf bestimmte Einwanderergruppen zu. Unter solchen Rahmenbedingungen bleiben die Qualität und der Bildungsauftrag zum Leidwesen der deutschen Kinder auf der Strecke.

Obwohl die deutsche Bevölkerung in Bozen nur etwa 23 Prozent ausmacht, werden die deutschen Kindergärten von 42 Prozent der eingeschriebenen Kindergartenkinder der Stadtgemeinde besucht. Hier besteht ein klares Ungleichgewicht und muss als autonomiepolitisches Alarmsignal angesehen werden. In Städten wie Leifers verhält sich die Situation nicht anderes. Es bestünde schon seit dem Jahr 1988 eine Durchführungsbestimmung, die besagt, dass Kinder, welche die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen, nicht eingeschrieben werden dürfen. Bis heute wurde diese Norm nie angewandt, da die Verantwortlichen anscheinend vor den eignen Schutzmechanismen Angst haben.

Die Problematik des hohen Andrangs von nicht-deutschsprachigen Kindern in die deutschen Kindergärten ist der Landesregierung schon seit Jahren bekannt. Es kann nicht sein, dass unsere österreichische Minderheit in Italien zur Minderheit in den eigenen Bildungseinrichtungen wird, die zum Erhalt unserer Identität ins Leben gerufen worden sind. Wir Freiheitliche fordern, dass nur jene Kinder einen deutschen Kindergarten besuchen dürfen, welche entsprechende Sprachkenntnisse aufweisen.

Walter Frick
Freiheitlicher Bezirksobmann Bozen Stadt und Land