Deponie „Frizzi Au“ in Pfatten

Veröffentlicht am 10.05.2016
Laufzeit von 50 Jahren – Nutzung als Endlager

Mittels einer Landtagsanfrage erkundigte sich der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas über die Deponie „Frizzi Au“ in Pfatten, da deren angelieferten Müllmengen seit Jahren rückläufig sind.

Die Abfalldeponie „Frizzi Au“ sei laut Auskunft des zuständigen Landesrates eine unentbehrliche Anlage und Endlager für all jene Abfälle, für welche keine Verwertung oder Behandlung möglich sei, so der Abgeordnete einleitend in einer Aussendung mit der Warnung vor gefährlichen Stoffen für Mensch und Umwelt.

Je weniger solche Abfälle anfallen, desto weniger Deponievolumen werde benötigt und desto größer werde der Spielraum für die Deponielaufzeit, so Theiner. Für die Deponie „Frizzi Au“ kann eine Deponielaufzeit von weit mehr als 50 Jahren angenommen werden, da ein nutzbares Deponiefüllvolumen von 960.000 m³ seit der 2015 abgeschlossener Deponieerweiterung um 4 ha vorhanden sei. Die zu deponierende Jahresrestabfallmenge könnte man bei ca. 10.000 bis 20.000 Tonnen annehmen. Sie dürfte maximal ein Volumen von 24.000 m³ ausmachen, zitiert Blaas aus den ihm vorliegenden Daten.

Grund für die deutliche Reduzierung der zu deponierenden Restabfallmenge in der Deponie „Frizzi Au“ seien die ständig steigenden, getrennt gesammelten Wertstoffmengen von 80.000 Tonnen im Jahr 2006 auf 160.000 Tonnen im vergangenen Jahr 2015 und der Einsatz der thermischen Müllverwertungsanlage in Bozen.

Derzeit fänden 4 Personen Beschäftigung in der Deponie. Dazu kämen noch der technische Verantwortliche für die Abfalldeponien „Frizzi Au“/Pfatten und „Tisner Auen“/Lana und der Bioabfallvergärungsanlage in Lana, so die Antwort Theiners auf die Frage nach dem vorhandenen Personalstand.

Was die Betriebskosten anbelangt, konnte Blaas Folgendes in Erfahrung bringen: Im Jahr 2010 betrugen die Betriebskosten der Deponie, inklusive Instandhaltungen, Abschreibungen und Generalkosten 1.245.822 Euro. Während sich hingegen im Jahr 2015 die Kosten auf 840.858 Euro beliefen.