Dem Chaos bei der Post Herr werden

Veröffentlicht am 15.06.2016
Freiheitliche fordern: Die Post muss ans Land

Der Fraktionssprecher der Freiheitlichen im Landtag, Pius Leitner, kritisiert in einer Pressemitteilung das bevorstehende Sommerchaos bei der italienischen Post und die Untätigkeit des Landes bei der Postübernahme.

„Privatpersonen können sich für den Sommer auf verspätete Zusendungen einstellen und Betriebe werden wieder über den Imageschaden klagen müssen, der ihnen durch verspätete Postzustellungen zugefügt wird. Solche Vorfälle gibt es in unserem Land sehr häufig und sie mehren sich. Die derzeitigen Zustände bei der Post sind untragbar“, beanstandet Leitner.

„Das Personal streikt aus verständlichen Gründen, wenn die zahlreichen Überstunden nicht abgebaut werden dürfen“, betont der Freiheitliche Fraktionssprecher, „aber das Management der Post versagt bei der Aufrechterhaltung der Dienste. Das Chaos für die Sommermonate ist wieder vorprogrammiert. In einem europäischen Staat darf es solche Zustände nicht geben. Die Tarife sind überdurchschnittlich hoch, die Zuverlässigkeit ist nicht gegeben und die wirtschaftlichen Schäden sind enorm“, kritisiert Leitner.

„Anfang des Jahres 2015 forderten wir Freiheitlichen in einem Beschlussantrag, umgehend alle Vorkehrungen zu treffen, damit das Personal der Post wieder in Südtirol selbst verwaltet und die Leitung der Postdienste von einer Stelle mit Sitz in Bozen wahrgenommen wird. Der Südtiroler Landtag stimmte unseren Forderungen mit großer Mehrheit zu und verpflichtete die Landesregierung zur Umsetzung des Beschlusses. Auf diese warten wir aber immer noch. Es wäre höchste Zeit, die Qualität und Effizienz der Post in Südtirol zu steigern und an jene in Österreich anzugleichen sowie auf eine strikte Einhaltung von Proporz und Zweisprachigkeit zu achten“, fordert Leitner abschließend.