Das Museion – die ewige Baustelle

Veröffentlicht am 22.03.2017
Glasfassade verschlingt Unsummen – Freiheitliche Kritik am Umgang mit Steuergeldern

Etliche öffentliche Bauten in Südtirol entwickeln sich nach ihrer vermeintlichen Fertigstellung zu ewigen Baustellen. Ein herausragendes Beispiel hierfür bildet das Museum für moderne Kunst in Bozen. Das Museion in Bozen gelangt nicht nur wegen seiner Architektur in die Schlagzeilen, sondern auch wegen der baulichen Maßnahmen und den Ärger mit den Nachbarn. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas holte die Fakten zu den baulichen Maßnahmen am Gebäude der letzten Jahre ein.

„Licht- und Wärmereflexionen an der Südfassade des Museions, welche Anwohner und Passanten störten, mussten durch eine neue Beschichtung behoben werden. Die anfallenden Kosten hierfür beliefen sich auf eine stolze Summe von 155.447,13 Euro zzgl. MwSt.“, hält der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas einleitend ein Beispiel fest.

„Im Jahr 2013 wurde der Austausch von Rauchmeldern, Schnittstellenmodulen und Netzteilen notwendig. Die Kosten schlugen mit 21.771,55 Euro zzgl. MwSt. zu Buche“, erläutert Blaas und verweist auf die Antwort auf seine Anfrage. „Bei der Anpassung des Sonnenschutzes an der Glasfassade, dem Austausch und der Reparatur von Vorhängen und der Einrichtung einer Steuerungssoftware zur Überwachung des Gebäudes fielen im Jahr 2014 Kosten in der Höhe von 87.408,54 zzgl. MwSt. an“, entnimmt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete aus den vorliegenden Unterlagen.

„Mit 182.947,21 Euro zzgl. MwSt. war das Jahr 2015 für das Museion besonders kostspielig. Die Porphyr-Platten im Außenbereich mussten neu verlegt und der Sonnenschutz auf der Glasfassade neu angepasst werden. Daneben mussten die Spannseile der Glasfassade und ein Tor und eine Brüstung montiert werden“, erläutert Blaas und übt Kritik an den hohen Ausgaben für die Gebäudeinstandhaltung.

„Es kann nicht angehen, dass öffentliche Bauten derartige Folgekosten zu Lasten der Steuerzahler hervorrufen. Langjährige Planungen, aufwendige Wettbewerbe und protzige Ausschreibungen scheinen weder kostensparend noch effizient zu sein. Bei derartigen Auswüchsen der Folgekosten von öffentlichen Bauten wäre eine Intervention seitens des Rechnungshofes notwendig“, hält der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas abschließend fest.