DAB+ Umstellung: Konsumenten wurden in die Irre geführt

Veröffentlicht am 01.02.2017
Landesparteiobmann Walter Blaas warnte vor den Folgen der Umstellung von DAB auf DAB+ - seit gestern sind alte DAB-Radios wertlos

Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas reagiert mit ungehaltener Kritik auf die Umstellung des DAB-Empfangs von Radiogeräten auf DAB+-Empfang. Ältere Digitalradios und DAB-Geräte können seit gestern keine gängigen Digitalprogramme mehr empfangen. Viele Verbraucher haben erst kürzlich Radiogeräte erworben, die nun keinen DAB-Empfang mehr haben oder nur mehr über UKW funktionieren.

„Bereits im Dezember wurde von Freiheitlicher Seite vor den Folgen der DAB+ Umstellung gewarnt. Nun stehen viele Verbraucher vor schweigenden Radios und ärgern sich. Vor wenigen Jahren startete die Umsetzung des Digitalradioempfangs in Südtirol. Damit sollte die Qualität der Sprachausgabe an den Radiogeräten verbessert werden Das sogenannte DAB (Digital Audio Broadcasting) wurde als digitaler Übertragungsstandard für den terrestrischen Empfang von Digitalradios eingeführt“, analysiert der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas die Ausgangslage.

„Mit 31. Januar 2017 stellte die RAS nun die Digital-Radio-Programme von DAB auf DAB+ um“, hält Blaas fest. „Mit dem neuen Standard DAB+ wurden ältere Digitalradiogeräte (auch wenn sie nur wenige Jahre alt sind) wertlos“, kritisiert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete. „Viele Bürger haben sich diese teuren Geräte erst kürzlich angeschafft und seit gestern kann höchstens noch der UKW-Empfang dienen“, so Blaas.

„Wenn die Umstellung auf DAB+ schon länger bekannt war, dann wäre eine Umstellung auf DAB erst gar nicht notwendig gewesen. Viel Geld hätte sich einsparen lassen und auch die Bürger wären nicht in die Irre geführt worden“, betont Walter Blaas und fordert ein Eingreifen der Verbraucherschützer.

„Die teuren Radiogeräte, die nur mehr Schrott sind, eignen sich nicht einmal für den Müllverbrennungskomplex in Bozen und damit zur Energiegewinnung. Die Umweltprobleme dürfen bei einem derartigen Verschleiß von technischen Geräten nicht außer Acht gelassen werden“, gibt Blaas zu bedenken und warnt vor den kostspieligen Umstellungen für die Verbraucher.

„Sollte in Kürze wieder eine Umstellung beim Radioempfang anstehen, muss bereits jetzt eine Vorwarnung an die Verbraucher ergehen, damit sie nicht wieder in die Irre geführt werden“, unterstreicht Blaas abschließend.