Bundespräsidentschaftswahlen in Österreich

Veröffentlicht am 20.04.2016
Kritik an ÖVP

Wenn man den Medienberichten Glauben schenken kann, dann soll der ÖVP-Präsidentschaftskandidat Dr. Andreas Kohl am 16. Februar 2016 anlässlich der Sitzung der ÖVP-Bezirksklubobleute im Rathausklub der ÖVP Wien auf die Frage, warum die ÖVP sich so vehement gegen die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler ausgesprochen habe, geantwortet haben: „1918 haben wir unter großen Schwierigkeiten die Südtiroler zu Italienern gemacht!“

Kohl habe diese Aussage auf Nachfrage noch konkretisiert, er meine damit das „offizielle“ Österreich. Daraufhin soll sich Kohl auch noch zu folgender Aussage hinreißen lassen haben: Mittlerweile wollen die Tiroler die Südtiroler nicht mehr! In Innsbruck gibt es ein Sprichwort und zwar: Wenn ein Tiroler ein Bett im Landeskrankenhaus benötigt, liegt schon ein Südtiroler drinnen. Derjenige Andreas Kohl, der immer als Südtirol-Freund bezeichnet wird, und als Sohn von Südtiroler Eltern in Gossensaß in Südtirol aufwuchs. Dort besuchte er auch die Volksschule bis die Familie 1946 dem Vater nach Innsbruck folgte. Einer, der bei der Andreas-Hofer-Landesgedenkfeier in Meran sowie bei anderen wichtigen Anlässen in Südtirol des Öfteren Gedenkreden hielt und sich immer als Tiroler Landsmann feiern ließ! Wir Freiheitlichen sind der Meinung, dass wir Südtiroler gut damit beraten sind, den Weg des Freistaates zu beschreiten und uns nicht von Sonntagsreden der Politiker hier und jenseits des Brenners beeinflussen zu lassen!

Walter Frick
Vizeparteiobmann der Freiheitlichen