Brennpunkt Ex-Alimarket-Gebäude bis 2019 geöffnet

Veröffentlicht am 07.03.2017
Freiheitliche Kritik angesichts der Kriminalität und der hohen Kosten

Das Ex-Alimarket-Gebäude, das als Unterkunft für Asylanten und Obdachlose dient, ist aufgrund der angespannten Sicherheitslage in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit geraten. Nach dem Bekanntwerden der fast täglichen Präsenz der Sicherheitskräfte vor Ort und die sexuelle Belästigung einer Mitarbeiterin herrscht in der Bevölkerung Unmut und Aversion. Bozens Bürgermeister Caramaschi soll laut einem Medienbericht bei einer der jüngsten Stadtratssitzung damit geliebäugelt haben, das Gebäude längerfristig nutzen zu wollen. Das Kältenotfallzentrum soll auch in den Sommermonaten als Anlaufstelle dienen. Der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas lancierte zu den Hintergründen eine Landtagsanfrage.

„Bis zum 12. Juli 2019 läuft der Mietvertrag zur Nutzung des Ex-Alimarket-Gebäudes in Bozen“, erklärt Walter Blaas in einer Aussendung einleitend. „Die Einrichtung dient nicht nur als Unterkunft für Asylanten und Obdachlose sondern auch zur Lagerung von Katastrophenschutzmaterial für den Zivilschutz“, so der Freiheitliche Landtagsabgeordnete mit Blick auf die Antwort auf seine Anfrage.

„Die Monatsmiete für das Etablissement beläuft sich auf die stolze Summe von 39.200 Euro und die bisherigen Ausgaben zur Durchführung von Adaptierungsarbeiten werden vom Amt für Bauerhaltung mit 91.447,07 Euro beziffert“, echauffiert sich Blaas. „Die Steuerzahler sind zwar offen für Hilfeleistung an Obdachlose und Hilfesuchende, aber sie haben kein Verständnis wenn Glücksritter aus aller Welt die Hilfsmittel jener in Anspruch nehmen, die sie wirklich brauchen würden“, hält der Freiheitliche Landtagsabgeordnete fest.

„‘Der Gemeinde Bozen wird ein Teil der Immobilie für das sogenannten „Kältenotfallzentrum“ zur Verfügung gestellt. Die Kosten werden mit der Gemeinde Bozen verrechnet. Für die mögliche Verwendung von Seiten der Gemeinde nach den Wintermonaten laufen noch Verhandlungen zwischen der Landesverwaltung und dem Bürgermeister‘“, zitiert Blaas aus den Unterlagen und fordert zunächst das Sicherheitsproblem zu lösen bevor über eine weitere Nutzung der Einrichtung auf Kosten der Steuerzahler diskutiert wird.

„Das Ex-Alimarket-Gebäude in Bozen Süd entwickelt sich zusehends zu einem kriminellen Brennpunkt und jede Überlegung zur Auflösung dieser Struktur ist berechtigt. An erster Stelle muss die Sicherheit der Bevölkerung, der Mitarbeiter und der tatsächlich Hilfsbedürftigen stehen“, betont der Freiheitliche Landesparteiobmann. „Sollte die allgemeine Sicherheit nicht gewährleistet werden können, so ist eine Schließung unumgänglich“, hält Blaas abschließend fest und sieht die Ursache für die angespannte Sicherheitslage in der illegalen Masseneinwanderung.