Bozen versinkt im Müll und will zusätzlichen importieren

Veröffentlicht am 12.12.2016
Landesparteiobmann Walter Blaas fordert die Auslastung des Verbrennungskomplexes mit lokalen Ressourcen

Bozens Straßen und Plätze verwandeln sich zusehends in Müllhalden. Während die Müllberge in der Stadt anwachsen, forciert die Landesregierung und die Stadtverwaltung zusätzliche Müllimporte aus dem Trentino. Blaas fordert die Erschließung der wilden Müllkippen der Stadt anstatt weiteren Unrat aus der Nachbarprovinz mit großem LKW-Aufwand nach Südtirol zu bringen. Landeshauptmann Kompatscher behauptet, dass die Müllimporte aus Trient lediglich zwei bis drei LKWs mehr nach Bozen bringen würden. Der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas widerlegt diese Annahmen und sieht Ungereimtheiten bei den anfallenden Mehreinnahmen für die Stadt Bozen.

„Lediglich zwei bis drei LKWs zusätzlich würden laut Landeshauptmann Kompatscher aufgrund der Müllimporte aus Trient nach Bozen verkehren“, stellt Landesparteiobmann Walter Blaas in einer Aussendung einleitend fest. „Dies ist völliger Blödsinn, denn bei 20.000 Tonnen Müll kann sich das jeder selbst ausrechnen. Ich bleibe bei der Behauptung, dass es schlussendlich 1.500 bis 2.000 LKW Fahrten/jährlich zusätzlich sein werden“, unterstreicht der Freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Es wäre ratsamer die wilden Müllkippen in der Stadt Bozen und im ganzen Land zu erschließen und dem Verbrennungsofen zuzuführen“, betont Blaas und verweist auf den Magnago-Platz, der zur illegalen Entsorgung von Müll dient. „Viele Straßen und Plätze verkommen zu illegalen Müllsammelstellen. Es dauert oft Wochen oder Monate bis diese entfernt werden“, gibt Blaas zu bedenken und sieht die Verwaltung in der Pflicht, den anfallenden Straßenmüll umgehend dem Verbrennungsofen zuzuführen um damit eine bessere Auslastung zu erzielen. „Die Schuld an den Müllbergen in Bozen trägt ein veraltetes Müllsammelsystem“, so Blaas.

„Für das Trentino entwickelt sich die Müllverbrennung in Bozen zu einem rentablen Geschäft“, so Blaas. „Den Müllverbrennungskomplex haben alle Südtiroler Steuerzahler finanziert. Die "Mehreinnahmen" von 500.000 Euro streicht nun Bozen allein ein“, hält Blaas fest. „Es wird zu hinterfragen sein, ob eine derartige Gewinnaufteilung gerechtfertigt ist“, erläutert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Das Trentino erspart sich viel Geld und die leidige Standortdiskussion“, gibt Blaas zu bedenken und verweist darauf, dass Südtirol für die Kosten aufkommt und mit seiner Umwelt und der Gesundheit der Bürger bezahlt.