Bozen braucht keine Klimavignette sondern keine Müllimporte

Veröffentlicht am 08.02.2017
Landesparteiobmann Walter Blaas kritisiert die Pläne zur Einführung einer Klimavignette für Bozen – Problem liegt bei Müllimporten

„Für die Fehler der Politik müssen die Bürger geradestehen“, kritisiert in einer Aussendung der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas hinsichtlich der Müllimporte nach Bozen und der schlechten Luftqualität. Der grüne Feigenblattvorschlag eine sogenannte Klimavignette für Bozen einzuführen geht an der Problematik vorbei. Demnach seien die Fahrzeuginhaber angehalten ihr Autobüchlein in der Gemeinde abzugeben, um im Gegenzug Freifahrten für die öffentlichen Verkehrsmittel zu erhalten. Die Bürger sollen eingeschränkt werden, damit die Müllimporte weiterhin freie Fahrt haben.

„Die Luftqualität in Bozen war in den vergangenen Tagen bedenklich“, stellt Walter Blaas in einer Aussendung einleitend fest, denn an etlichen Tagen wurde der Feinstaubgrenzwert (PM10) zum Schutz der Gesundheit von 50 µg/m³ an der Messstelle in der Augusta-Straße überschritten. Am 31. Januar wurde der extrem hohe Wert von 97 µg/m³ verzeichnet, am 1. Februar 76 µg/m³, am 2. Februar 82 µg/m³ und am 3. Februar 75 µg/m³. Für die hohen Feinstaubwerte kann es unterschiedliche Ursachen geben, doch jede zusätzliche Belastung verschlimmert die Situation. „Die zusätzlichen Müllimporte werden weitere 1.500 bis 2.000 LKW-Fahrten pro Jahr nach Bozen ziehen und die Situation der Atemluft weiter verschlechtern“, erläutert Walter Blaas.

„Es ist deshalb wenig zielführend die einfachen Bürger in ihrem Verkehrsverhalten nach linksgrüner Manier ‚umzuerziehen‘, wenn die Probleme von der Politik hausgemacht sind“, kritisiert Walter Blaas und verweist auf die schweren LKWs der Müllimporte.

„Ein Anstieg der Feinstaubwerte in der Landeshauptstadt ist weder akzeptabel noch vor den Bürgern der Stadt zu rechtfertigen“, betont der Freiheitliche Landesparteiobmann. „Die Gefahren für die Gesunderhaltung der Bevölkerung dürfen nicht in Kauf genommen werden. Insbesondere die Müllimporte stellen ein Problem in Verbindung mit dem mangelhaften Müllbeseitigungssystem in der Stadt Bozen dar. Dank der SVPD-Politik der Müllimporte hat sich die Situation bestimmt nicht verbessert“, kritisiert Walter Blaas.

„Es ist vollkommen uneinsichtig, warum nun die Bürger der Stadt mit einer sogenannten ‚Klimavignette‘ konfrontiert werden sollen, wenn auf der anderen Seite zigtausende LKWs in die Stadt gelotst werden“, gibt Blaas abschließend zu bedenken.