Blaas: „Schwarzfahrer zur Hälfte Ausländer“

Veröffentlicht am 24.10.2017
Problematik spitzt sich bei der SASA AG weiter zu – Verdoppelung der Fälle.
 
Das Phänomen der Schwarzfahrerei hat in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Die nun nachgereichten Daten der SASA AG offenbaren eine dramatische Situation. Der skrupellose Missbrauch einer öffentlichen Dienstleistung geht einher mit finanziellen Schäden für den Steuerzahler. Darüber hinaus sind Gewalt- und Bedrohungssituationen in den Bussen der SASA zum Alltag geworden.
 
„Im Jahr 2016 wurden in den öffentlichen Verkehrsmitteln der SASA insgesamt 3.239 Personen als Schwarzfahrer identifiziert, während bereits im ersten Halbjahr 2017 fast genau dieselbe Anzahl an Personen – 3.120 – als Schwarzfahrer ausgemacht wurden“, hält der freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas in einer Aussendung einleitend fest und verweist auf die vorliegenden Informationen. „Sollte die Entwicklung weiter anhalten, dann ist mit einer Verdoppelung der identifizierten Fälle bis zum Jahresende 2017 gegenüber dem Jahr 2016 zu rechnen“, unterstreicht Blaas.
 
„Nur etwa 47 Prozent der Schwarzfahrer waren italienische Staatsbürger, während die restliche Hälfte der aufgegriffenen Personen als Ausländer identifiziert worden sind. Vor allem Marokkaner, Albaner, Pakistaner oder Nigerianer sind in der Gruppe der Schwarzfahrer überrepräsentiert. Bei 201 Personen konnte hingegen im ersten Halbjahr 2017 die Staatsbürgerschaft nicht festgestellt werden“, erläutert Blaas. „Der Anteil der nicht beglichenen Strafzahlungen betrug im Jahr 2016 insgesamt 2.288, während sie sich im Jahr 2017 mit Stichtag 30. Juni bereits auf 1.722 beliefen“, gibt der freiheitliche Landtagsabgeordnete zu bedenken.
 
„Der hohe und überdurchschnittliche Anteil an Ausländern bei den Schwarzfahrern zeugt von der mangelnden Integrations- und Assimilierungsbereitschaft. Es kann nicht angehen, dass eine öffentliche Dienstleistung, welche vorwiegend durch Steuermittel finanziert werden muss, eine derartige Missachtung der Regeln erfährt“, so Blaas.
 
„Damit die Situation nicht vollends aus dem Ruder läuft sind scharfe Kontrollen und Sanktionen notwendig und gerechtfertigt. Bei ausländischen Wiederholungstätern muss über eine mögliche Abschiebung bzw. über ein künftiges Einreiseverbot nachgedacht werden, zumal ein regelmäßiger Bruch von Normen und Regeln im Gastland nicht toleriert werden darf“, schließt der freiheitliche Landtagsabgeordnete.