Blaas: „Bevölkerung profitiert kaum von der Heimholung der Wasserkraft“

Veröffentlicht am 30.11.2017
SVP betreibt Sozialismus auf höchstem Niveau.
 
„Die Heimholung des Stroms nach Südtirol hat uns bis jetzt nur „Bescherungen“ der unangenehmen Art gebracht“, berichtet der freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas in einer Aussendung einleitend. „Die jetzige Alperia ist aus nicht sauberen Machenschaften hervorgegangen, sondern diente nur den alten Namen „SEL“ und den damit verbundenen Jahrhundertskandal zu übertünchen. Die Jubelstimmung der Alperia hat nur die SVP-Lobhudelei als Zweck“, echauffiert sich Blaas.
 
„Die von oben angeordnete und befohlene Anteilsveräußerung von Alperia-Aktien an die Gemeinden ist pure Augenauswischerei. So sind beispielsweise Gemeinden wie Bruneck oder Brixen, die bereits gut funktionierende Stadtwerke aufweisen, „gezwungen“ auch noch den Konkurrenzbetrieb Alperia AG durch Anteilskäufe und Selfinbeteiligungen zu unterstützen“, legt Blaas die widersprüchliche Ausgangslage vor. „Kein sozialistisches Regime hätte es besser vormachen können, wie die Energiepolitik völlig ineffizient gestaltet werden kann. Während sich damit die Verwaltungsapparate weiter aufblähen, die Bürokratie wächst und die Politbüros in den Gemeinden neue Wohltaten austeilen können, profitieren die Bürger und die Wirtschaft so gut wie gar nicht“, betont der freiheitliche Landtagsabgeordnete.
 
„Unpassend sind auch die Aussagen des Villanderer Bürgermeisters Walter Baumgartner, welcher besonders die achtprozentige Verzinsung lobt und damit von einer attraktiven Aktienspekulation ausgeht. Das ist nicht die Aufgabe von Gemeindeverwaltungen“, kritisiert Walter Blaas.
 
„Die Gewinne aus der Stromproduktion der heimischen Wasserkraft muss der Südtiroler Bevölkerung und den Wirtschaftsbetrieben zugutekommen. Angemessene Tarife zur Entlastung der Bürger und insbesondere der Familien sind genauso notwendig, wie die günstige Bereitstellung von Energie für die Industrie und das produzierende Gewerbe. Nur damit lassen sich Wettbewerbsvorteile erzielen, Produktivkräfte entfesseln und Innovation erzielen. Ansonsten würden wir jenen Staaten gleichen, die aus Erdöl oder anderen Rohstoffe große Gewinne erzielen, wovon nur einige (regierungstreue) Wenige und daraus Profit schlagen“, hält der freiheitliche Landtagsabgeordnete abschließend fest.