Bettelbande am Bahnhof Bruneck

Veröffentlicht am 07.07.2016
Im März machte eine ausländische Bettelbande den Bahnhof von Bruneck unsicher. Nach mehreren Beschwerden der Anrainer und fehlgeschlagener Ordnungsversuche der zuständigen Beamten, griffen Ende März die Carabinieri ein. Eine Razzia sollte wieder für Ruhe und Ordnung sorgen, jedoch kehrte die Bettelbande nach kurzer Zeit wieder in den alten Zugwaggon zurück und sorgt für asoziale Zustände am Bahnhof. Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas erkundigte sich in einer Landtagsanfrage über die ergriffenen Maßnahmen.

Landesrätin Martha Stocker gibt in ihrer Antwort bekannt, dass es am Bahnhof bereits mehrere Einsätze der Ortspolizei und der Carabinieri gegeben habe. Mehrere Personen seien dabei wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung bei der Staatsanwaltschaft Bozen angezeigt worden. Zudem seien die Waggone vom Personal der Eisenbahn verriegelt worden. Trotzdem seien die Bettler wieder zurückgekehrt, so Stocker.

Auf die Frage, ob die Personen der Bettelbande ausgewiesen werden würden, antwortet die Landesrätin, dass für Ausweisungen in Italien der Quästor zuständig sei. Einige Bettler, die in Bruneck neben der Bettelei auch straffällig geworden sind, hätten auf Grundlage der Meldungen der Ortspolizei und Carabinieri vom Quästor ein Aufenthaltsverbot („foglio di via“) auferlegt bekommen und würden sich für drei aufeinanderfolgende Jahre nicht mehr in Bruneck aufhalten dürfen, erklärt Stocker.

Auf Blaas‘ Frage, was mit den alten Waggons am Bahnhof geschehen würde, entgegnet die Landesrätin, dass der ausrangierte Eisenbahnwaggon vom Eigentümer bzw. Betreiber des Schienennetzes entfernt werden müsse. Mehrmals habe die Gemeinde Bruneck die Südtiroler Transportagentur STA, RFI und Trenitalia aufgefordert, den Waggon dringendst zu entfernen, teilt Stocker abschließend mit.