Belästigung von Schülerinnen am Bahnhof – die Polizei hat die Pflicht zu schützen

Veröffentlicht am 11.05.2017
Kritik an der Stellungnahme des Polizeihauptmeisters Angerer

Mit Entsetzen reagiert die Freiheitliche Fraktionssprecherin im Südtiroler Landtag, Ulli Mair, auf die Empfehlung des Polizeihauptmeisters Angerer wonach das Bozner Bahnhofsareal von Mädchen und Frauen besser gemieden werden soll aufgrund der stattfindenden Belästigungen. Mair fordert von den Polizeikräften für Recht und Ordnung am Bahnhof zu sorgen und für die Sicherheit der Mädchen und Frauen einzustehen.

„Der Rat des Polizeihauptmeisters an die Frauen zur Meidung des Bahnhofsgeländes in Bozen ist ein Paradebeispiel des überforderten Staates, der aufgrund der ungezügelten illegalen Masseneinwanderung die Sicherheit der eigenen Bürger nicht mehr gewährleisten kann“, kritisiert die Freiheitliche Fraktionssprecherin Ulli Mair in einer Aussendung einleitend. „Schülerinnen, Mädchen und Frauen sind am Bahnhof von Bozen den Belästigungen meist ausländischer Männer ausgeliefert. Es ist ein vollkommen schlechter und brandgefährlicher Ratschlag der Polizei, dass die betroffenen Mädchen und Frauen sicher und selbstbewusst gegen die besagten Männergruppen auftreten sollten“, hält Mair fest und sieht bei den Polizeikräften die Pflicht zur Gewährleistung der Sicherheit.

„Wie sollen minderjährige Mädchen sicher und selbstbewusst gegen oft betrunkene, bekiffte und aggressive Ausländer auftreten? Diese Frage beantwortet sich von selbst und zeugt von völlig verkannten, weltfremden Ansichten“, urteilt Mair und zeigt kein Verständnis für derartige Vorgehensweisen.
„Die Schülerinnen sind auf den Bahnhof notgedrungen angewiesen, denn schließlich müssen sie zwischen Wohnort und Schule pendeln. Schon aus diesem Grund muss die Sicherheit am Bahnhof von Bozen garantiert werden. Männer, die sich anmaßen Frauen und Mädchen zu belästigen, sind mit der ganzen Härte des Gesetzes zu verfolgen und aus dem Verkehr zu ziehen. Der Bahnhof darf nicht zu einer ‚No-go-Area‘ für Frauen werden, wo Anarchie und Gewalt regieren“, so Mair.
„Der Staat hat die Pflicht die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten und insbesondere jener, die sich nicht wehren können. Anstatt den Frauen und Mädchen gefährliche Ratschläge zu geben, wäre es angebracht für Sicherheit zu sorgen, Gewalttäter, Illegale und sich ungebührlich verhaltende Personen vom Bahnhof zu entfernen und bei Missachtung der Gesetze und Spielregeln des Landes zu verweisen. Die Belästigung von Frauen und Mädchen muss als Abschiebegrund angesehen werden“, schließt Ulli Mair.

Ulli Mair
Abgeordnete zum Südtiroler Landtag