Befristete private Zimmervermietung

Veröffentlicht am 17.01.2017
Landesparteiobmann Walter Blaas verweist auf ein Rechtsgutachten des Gemeindenverbandes

Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas wurde des Öfteren mit der Frage konfrontiert, ob Private eine Wohnung oder ein Zimmer vermieten können im Sinne einer Mischnutzung. Während die Eigentümer die Wohnung nur für eine beschränkte Zeit im Jahr nutzen, könnte sie im Zeitraum des Leerstehens vermietet werden. Besonders Saisonskräfte im Tourismus oder Studenten suchen derartige Mietobjekte.

„Hinsichtlich einer zeitlich begrenzten Vermietung, die nicht ganzjährig angesetzt ist, sei auf das Rechtsgutachten Nr. 05/2016 des Südtiroler Gemeindenverbandes verwiesen“, unterstreicht der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas in einer Aussendung einleitend. „Lizenz-technisch sei es möglich, die Ausübung der Privatzimmervermietung auf bestimmte Zeiträume des Jahres zu begrenzen“, entnimmt Blaas aus dem Rechtsgutachten.

„Es ist jedoch notwendig, vor der Tätigkeitsausübung, die entsprechende Absicht beim zuständigen Bürgermeister schriftlich zu melden“, erörtert Blaas mit Blick auf die vorliegenden Unterlagen. Neben den Angaben zum Standort und der Bettenanzahl ist auch die Zeitdauer der Vermietung mitzuteilen. „Bei dieser Form der Mischnutzung ist vor allem der steuerrechtliche Aspekt der anfallenden Gebühren zentral“, unterstreicht Blaas mit dem Verweis auf das Gutachten.

„Für den Zeitraum der Vermietung ist sowohl die Ortstaxe als auch die Müllgebühr zu beachten. Zudem käme der begünstigte Steuersatz bei der Gemeindeimmobiliensteuer zu tragen“, hält der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas fest.

„Saisonale Arbeitskräfte oder Studenten sind oftmals auf der Suche nach Unterkunftsmöglichkeiten“, gibt Blaas abschließend zu bedenken, „und der Markt hierfür ist gegeben. Die Möglichkeit einer zeitlich begrenzten Privatzimmervermietung bietet einen interessanten Ansatz in Zeiten der hohen Nachfrage.“