BBT-Zulaufstrecke im Unterland nach wie vor unbekannt

Veröffentlicht am 25.05.2016
Kritik von L. Abg. Pius Leitner

Die Südtiroler Landesregierung hat wiederholt bekräftigt, dass die Zulaufstrecken des Brennerbasistunnels gleichzeitig mit dem Tunnel selbst in Betrieb gehen müssen. Diesbezüglich gibt es auch mehrere entsprechende Beschlüsse durch den Landtag. Diese Forderung wurde aber auch seitens der Bevölkerung und seitens der Gemeinden entlang der betroffenen Strecke immer wieder vorgebracht. Nun stellt sich heraus, dass dieses Versprechen seitens der Politik nicht mehr eingehalten werden kann, weil sich die Gemeinden des Unterlandes immer noch nicht auf eine Trasse einigen konnten. Inzwischen geht man davon aus, dass die südliche Zulaufstrecke mindestens fünf Jahre nach dem Brennerbasistunnel in Betrieb gehen wird - sofern dieser im Jahr 2026 fertiggestellt sein wird.

„Landeshauptmann Kompatscher musste in seiner Antwort auf die eingereichte Freiheitliche Anfrage einwenden, dass die oberflächennahe Tunnelvariante der Zulaufstrecke im Unterland, die mittels einer Machbarkeitsstudie im Jahr 2009 durchgeführt worden ist, von den betroffenen Gemeinden nicht in die Bauleitpläne eingetragen wurden“, hält der Freiheitliche Fraktionssprecher im Landtag, Pius Leitner, einleitend fest. „In den vergangenen Monaten seien die Gespräche und die Diskussionen mit den Gemeinden wieder konstruktiv aufgenommen worden, nachdem es vorher gezielte Störmanöver gegeben hätte“, entnimmt Leitner aus den vorliegenden Informationen mit dem Hinweis, dass nun ein breiter Konsens für den Streckenverlauf gesucht werde.

„Die Landesregierung sei im ständigen Austausch mit dem Infrastrukturministerium sowie den zuständigen Stellen der EU-Kommission“, hält Pius Leitner fest und kritisiert, dass dennoch der Trassenverlauf nach wie vor unbekannt sei. „Es darf bezweifelt werden, dass es eine schnelle und zeitgerechte Lösung für das Südtiroler Unterland geben wird“, so der Freiheitliche Fraktionssprecher abschließend mit der Warnung, den Menschen im Unterland keine weitere Lärm- und Umweltbelastung aufzuhalsen.