Bau der Umfahrung von Longega/Zwischenwasser in die Prioritätenliste des Landes aufgenommen

Veröffentlicht am 23.06.2017
Die Landesregierung hat mit Beschluss Nr. 206 vom 21. Februar 2017 die Prioritätenliste der Abteilung Tiefbau für die wichtigsten Bauvorhaben im Lande erstellt. Darin wird festgehalten, dass die Umfahrung von Longega/Zwischenwasser als wichtig eingestuft wird und auch wenn die Umfahrung für das heurige Jahresprogramm nicht prioritär ist, könnte mit dem Bau im Jahr 2022 begonnen werden.
 
„Über diesen Beschluss wundere ich mich", sagt Walter Blaas, Abgeordneter der Freiheitlichen. „Eigentlich ist es bekannt, dass die Bevölkerung von Longega keine Umfahrung haben will. Wenn man berücksichtigt, dass die Gasthäuser und Geschäfte mit der neuen Straße gänzlich umfahren werden, ist die ablehnende Haltung zum Projekt mehr als verständlich".
 
Weitere Details zur Umfahrung gehen aus der Landtagsanfrage des Abgeordneten Blaas hervor. So teilt Landesrat Florian Mussner dem freiheitlichen Abgeordneten mit, dass es noch kein genehmigtes Ausführungsprojekt gebe, sehr wohl aber ein endgültiges Projekt, das nach Ausstellung der urbanistischen Konformitätserklärung genehmigt werden könne. Die Trasse sei jedenfalls schon im Bauleitplan eingetragen. Laut Landesrat Mussner sind eine 7,0 m breite Fahrbahn, ein Kreisverkehrsplatz und 3 Brücken geplant. Die Grundablöse soll kurz vor Einleitung der Ausschreibung der Arbeiten vorgenommen werden. Für die Vermessungen, die Ausarbeitung des Projekts von Dr. Ing. Fulvio Pisetta und die Änderung des Bauleitplanes wurden bislang 74.237,06 € ausgegeben.
 
In seiner Antwort hält Landesrat Florian Mussner auch fest, dass das Projekt der Bevölkerung bereits vorgestellt wurde. Bei fortschreitender Planung soll das Projekt der Gemeinde noch einmal präsentiert werden. Weitere Treffen könne man mit der Bevölkerung noch vereinbaren.
 
Für die Umsetzung der Baumaßnahme sind laut Beschluss der Landesregierung vom vergangenen Februar 8,5 Mio. Euro bereitgestellt worden. Zumal die Bevölkerung von Longega große Bedenken gegen den Bau der Umfahrung habe und es aus verkehrstechnischer Sicht keine zwingend neue Trasse brauche, fordert der Abgeordnete der Freiheitlichen die Landesregierung auf, das Bauvorhaben zu überdenken. „Immerhin gibt es genügend andere Beispiele, wo die Leute schon seit Jahren mit viel Geduld auf eine Verkehrsverbesserung warten. Es gibt nicht nur im Gadertal oder in Gröden etliche Straßen, die neu asphaltiert werden müssten. Auch die Umfahrungen von Kiens und Percha können nicht länger hinausgezögert werden", sagt der freiheitliche Abgeordnete Walter Blaas.