Baby Gang macht Bozen-Kaiserau unsicher

Veröffentlicht am 06.06.2016
Großteil der Jugendbande ist unter 14 Jahre alt

Immer wieder macht eine kriminelle Jugendbande, besser bekannt unter der Bezeichnung „Baby Gang“, das Stadtviertel Bozen-Kaiserau unsicher. Die Jugendlichen mit ausländischem Hintergrund belästigen Schüler und Bürger innerhalb und außerhalb des Viertels, begehen Vandalenakte und schrecken auch vor Gewalttaten nicht zurück. Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas erkundigte sich in einer Landtagsanfrage über die „Baby Gang“ und die Maßnahmen der Landesregierung, um die Sicherheit in Bozen zu gewährleisten.

Landeshauptmann Arno Kompatscher teilt dem Abgeordneten in seiner Antwort mit, dass die Landesregierung weiterhin eng mit der Gemeinde Bozen, dem Regierungskommissariat sowie den Ordnungskräften zusammenarbeiten werde, um die Sicherheit der Südtiroler Bevölkerung bestmöglich zu gewährleisten. Die Personalien der Jugendlichen seien der Quästur seit längerem bekannt. Es handle sich zum Großteil um italienische Staatsbürger (mit Migrationshintergrund), die sei es der deutschen, sei es der italienischen Sprachgruppe angehören, so Kompatscher.

Auf Blaas‘ Frage, mit welchen Sanktionen die der Jugendbande zur Last gelegten Taten belegt wurden, entgegnet Kompatscher, dass Großteil der involvierten Jugendlichen unter 14 Jahre alt sei und demnach nicht belangt werden könne. Zweien der involvierten Minderjährigen, die älter als 14 Jahre sind, sei bereits eine Zwangsmaßnahme auferlegt worden. Sie seien einer Einrichtung mit Sitz außerhalb Südtirols anvertraut worden, so Landeshauptmann Kompatscher.