Asylwerber in Betrieben – kaum Interesse

Veröffentlicht am 29.08.2016
12 Prozent der Asylanten in Südtirol waren Ende Juni 2016 „beschäftigt“

Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas informierte sich mittels einer Anfrage über den „Beschäftigungsgrad“ der Asylwerber in Südtirol. Die Quote lag Ende Juni 2016 ähnlich tief wie die Quote beim freiwilligen Arbeitseinsatz der Asylanten. Blaas sieht künftige Probleme am Arbeitsmarkt.

„Asylwerber können sechzig Tage nach Antragstellung arbeiten, wenn sie gleichsam eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen haben. Diese wird dann ausgestellt, wenn das Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Arbeitgeber müssen die arbeitenden Asylwerber beim Arbeitsamt melden und den gesetzlich vorgesehenen Mindestlohn bezahlen. Das Enddatum der Aufenthaltsgenehmigung bedeutet auch das Enddatum des Arbeitsverhältnisses“, erklärt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete einleitend.

„Ende Juni 2016 waren insgesamt 895 Personen in den Asylheimen Südtirols untergebracht. Davon waren zum selben Zeitpunkt etwa 107 „beschäftigt“, also etwa 12 Prozent. Laut Auskunft der zuständigen Landesrätin würden sich die Zahlen ständig ändern“, kritisiert Blaas. „Die beschäftigten Personen seien vorwiegend in der Landwirtschaft und dem Gastgewerbe tätig. Daneben würden einige im Dienstleistungssektor, auf den Wochenmärkten und den Gärtnereien beschäftigt sein“, entnimmt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete aus den vorliegenden Informationen.

„Nur mit einer dauerhaften Beschäftigung und einem aktiven Arbeitsleben kann Integration und in der Folge Assimilierung stattfinden“, erörtert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete. „Die Tatsache, dass lediglich 12 Prozent der Asylanten in Südtirol beschäftigt sind, verheißt nichts Gutes für die Zukunft. Entweder besteht ein geringes Interesse seitens der Asylwerber das Südtiroler Arbeitsleben kennenzulernen oder der Bedarf an Asylwebern auf dem Arbeitsmarkt ist nicht vorhanden“, hält Walter Blaas fest.

„Bloße Einwanderung in die Sozialsysteme und Asylanträge verbunden mit den Hintergedanken vom Sozialnetz dauerhaft getragen zu werden, sind zu unterbinden“, fordert der Freiheitliche Landesparteiobmann. „Die derzeit stattfindende Masseneinwanderung unter dem Deckmantel des Asylrechts und der Flucht wird weder den Arbeitsmarkt bereichern noch zu einem wirtschaftlichen Aufschwung führen. Das Gegenteil wird der Fall sein. Steigende Belastungen für die Sozialkassen, mangelnde Integrationsbereitschaft und die Bildung von Parallelgesellschaften wird das Ergebnis der Willkommenskultur sein“, unterstreicht Obmann Blaas abschließend.