Asylanteneinrichtungen und die „relativ geringe Gefahr“

Veröffentlicht am 11.09.2017
Freiheitliche Anfrage.
 
Aus der Broschüre „Asyl und Flüchtlinge in Südtirol“ - Informationsbroschüre (März 2017) geht unter anderem Folgendes hervor:
„Es ist zu berücksichtigen, dass die Asylbewerber in einem sehr kontrollierten Umfeld leben: sie wohnen in einer beaufsichtigten Einrichtung und unterliegen einer sehr klaren Hausordnung. Auch haben Asylbewerber kaum Interesse sich auffällig zu verhalten, da sich dies negativ auf das Asylverfahren auswirken würde. In diesem Sinne geht, rational betrachtet, von einer Aufnahmeeinrichtung eine relativ geringe Gefahr aus.“
Der freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas informierte sich genauer über das Gefahrenpotential, welches von Aufnahmeeinrichtung für Asylanten ausgeht.
 
„Höchstwahrscheinlich hat bei der EURAC und der Abteilung Soziales sich die Einsicht durchgesetzt, dass derartige Einrichtungen nicht nur harmlos sind, wie stets propagiert wurde“, hält der freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas in einer Aussendung einleitend fest. „Die Bewohner der Aufnahmeeinrichtungen für Asylbewerber haben in diesen Jahren, angesichts ihrer Anzahl und besonders in den ländlichen Gemeinden, keine überdurchschnittlichen Probleme verursacht. Andererseits ist es so, dass wohl kaum jemand die Möglichkeit einer negativen Episode ausschließen kann“, zitiert Blaas aus der vorliegenden Antwort der zuständigen Landesrätin.
 
„Die ausufernden Probleme mit den Asylunterkünften in Bozen und anderen größeren Ortschaften sind hinlänglich bekannt. Von den Einrichtungen – auch jener der Landgemeinden – scheint eine „relativ geringe Gefahr“ auszugehen. Um welche konkreten Gefahren es sich hierbei jedoch handelt, konnte die Landesregierung auf die entsprechende Anfrage hin, nicht beantworten“, stellt der freiheitliche Landtagsabgeordnete fest. „Abgelehnte Asylwerber, welche sich faktisch illegal im Lande aufhalten und sich vorwiegend mit kriminellen Machenschaften über Wasser halten, stellen ein Sicherheitsproblem dar, das allzu oft ausgeblendet wird“, unterstreicht Walter Blaas.
 
„So setzt sich die besagte Broschüre im Sinne der Objektivität kaum mit den Folgen der abgelehnten Asylwerber für unsere Gesellschaft und die Betroffenen auseinander. Gemäß Auskunft der zuständigen Landerätin Stocker wird die freiheitliche Anfrage als Anreiz genommen, dieses Phänomen in Zukunft noch ausführlicher zu behandeln“, betont Blaas und verweist auf die Notwendigkeit, die negativen Aspekte des Asylchaos‘ nicht auszublenden.
 
„Über die konkreten Gefahren müssen die Bürger vor Ort umfassend informiert werden. Es nützt nichts, mit Multikulti-Romantik den Landgemeinden die Asylantenunterkünfte schmackhaft zu machen, ohne auf die Konsequenzen einzugehen. Die Vorfälle im Land und die Tatsache, dass in diesen Unterkünften fast vorwiegend Wirtschaftsmigranten untergebracht werden, machen eine Diskussion zur Schließung dieser Unterkünfte notwendig“, hält Walter Blaas abschließend fest.