Asylanten als Kinderbetreuer? Nein danke!

Veröffentlicht am 29.09.2016
Zwischenfall in St. Ulrich erschüttert Südtirol – Blaas fordert Konsequenzen

Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas intervenierte im Südtiroler Landtag unmittelbar nach den ersten Meldungen über den Einsatz von Asylanten als Kinderbetreuer in einer Südtiroler Gemeinde. Aus einem Medienbericht des Nachrichtenportals UT24 ging hervor, dass in der Gemeinde St. Ulrich Asylwerber bei einem Ferienprogramm auf Kinder, die sich im Alter zwischen drei bis vierzehn Jahren befanden, aufgepasst haben sollen. Dies soll ohne Wissen der betroffenen Eltern geschehen sein, die sich entsetzt zeigen.

„Die zuständige Landerätin musste den Zwischenfall einräumen, bei dem Asylanten in der Kinderbetreuung eingesetzt wurden“, hält der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas in einer Aussendung einleitend fest und verweist darauf, dass die Landesregierung den Vorfall nicht als Zwischenfall werte, sondern als „Unterstützung eines Projektes durch Freiwillige.“

„‘Nach Rücksprache mit der Koordinatorin der Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in St. Ulrich kann bestätigt werden, dass sich die Vereinigung VKE - Verein für Kinderspielplätze und Erholung an die Einrichtung gewandt hat mit dem Angebot, Asylbewerber im Rahmen der Ihnen möglichen Freiwilligentätigkeit im Sommerangebot „Pavèl“ unterstützend mit einzubinden. Mit zwei Personen wurde daraufhin die freiwillige Unterstützung im Projekt vereinbart‘“, zitiert Walter Blaas aus der Antwort auf seine Anfrage und übt massive Kritik an der sorglosen Vorgehensweise.

„Die Eltern scheinen vom Einsatz der Asylanten als Kinderbetreuer vorab nicht informiert gewesen zu sein“, hält Blaas fest und verweist auf das Schweigen der Landesregierung auf die folgenden Fragen:
-       Aus welchen Gründen wurden die Eltern nicht vorab informiert und stattdessen hinters Licht geführt?
-       Wird den betroffenen Eltern der Unkostenbeitrag der Kinderbetreuung rückerstattet? Wenn Nein, warum nicht?

„Personen, die weder der Sprache mächtig sind, noch ein Verständnis für unsere Kultur haben, können erst recht keine Befähigung zur Kinderbetreuung aufweisen“, unterstreicht Walter Blaas. „Entweder handelte es sich um Naivität oder Erfolgsdruck beim Beschäftigungsprogramm für Asylwerber. Der Einbezug von Asylanten in die Kinderbetreuung ist unverantwortlich genauso wie die sorglose Beschwichtigung der Landesregierung: ‚Gefördert wird von der Landesregierung auch interkulturelles Lernen, und zwar von frühester Kindheit an. Kinder scheinen in dieser Beziehung sehr offen, interessiert und nicht problembehaftet‘“, hält Blaas fest und kritisiert den ideologischen Unterton, dass die gesunde Skepsis gegenüber Fremden als ‚Problem‘ angesehen wird.

„Die Asylanten waren beim Projekt in St. Ulrich insgesamt für vier Wochen im Einsatz und seien unterstützenden Hilfsaufgaben nachgekommen“, entnimmt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete aus der vorliegenden Antwort auf seine Anfrage. „Die Kinderbetreuung soll in erster Linie vom qualifizierten Personal übernommen werden und von Auszubildenden in den entsprechenden Berufsbildern und nicht von Asylanten“, betont Blaas abschließend und fordert mit Nachdruck künftig derartige Vorfälle zu vermeiden.