Asoziale Zustände am Bahnhof Bruneck – Freiheitliche intervenieren

Veröffentlicht am 30.03.2017
Wartesaal als Schlafgemach missbraucht – Nachtsperre soll Situation verbessern

Ausländer, Sandler und Vagabunden nutzen den Wartesaal des Zugbahnhofs in Bruneck, als Übernachtungsmöglichkeit. Die Bürger beklagen sich über die hygienischen Zustände und über die Zweckentfremdung des Wartesaals. Pendler, die den Wartesaal gerne nutzen würden, sehen oftmals keine Gelegenheit dies wahrzunehmen, zumal die Sitzbänke zum Schlafen genutzt werden und die Geruchsbelästigung unerträglich ist. Auch Touristen fühlen sich dadurch am Bahnhof von Bruneck nicht sonderlich wohl. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete und Obmann, Walter Blaas, intervenierte umgehend bei der Landesregierung.

„Die untragbaren Zustände am Bahnhof von Bruneck wurden bereits mehrmals seitens der Landesverwaltung mit dem Eigentümer RFI AG besprochen“, hält Walter Blaas in einer Aussendung einleitend fest. „Die zuständigen Ämter wurden über die Situation am Bahnhof in Kenntnis gesetzt und die notwendigen Schritte wurden in die Wege geleitet“, erläutert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete und verweist auf seine Anfrage.

„‘Aufgrund dessen wurde von RFI AG Folgendes unternommen:
- Schließung des Wartesaals und der WC-Räume von 21 Uhr bis 6 Uhr 
- Überwachungstätigkeit seitens der zuständigen Unternehmensstruktur „Protezione Aziendale“
- Einbeziehung der Polfer (Eisenbahnpolizei) und der Carabinieri.
Das Land Südtirol hat ein Projekt für eine Komplettsanierung des Bahnhofsgebäudes in Bearbeitung und hat bereits bei RFI AG beantragt, den Bahnhof Bruneck zusätzlich zu den 26 Bahnhöfen selbst verwalten zu können‘“, zitiert Blaas aus der vorliegenden Antwort.

„Etliche Gemeinden treffen mit dem Land Südtirol eine Vereinbarung zur Verwaltung des jeweiligen Bahnhofes. Die Gebäude können demnach von der Gemeindepolizei oder von einem beauftragten Überwachungsunternehmen kontrolliert werden. Auch automatische Schließsysteme bei den Türen zu den Wartesälen kommen zum Einsatz“, hält der Freiheitliche Landtagsabgeordnete mit Blick auf die vorliegenden Unterlagen fest.

„Neben dem Bahnhof von Bruneck waren die Bahnhöfe von Lana-Burgstall, Klausen und Meran-Untermais von derartigen Zuständen betroffen“, erläutert Blaas gibt zu bedenken, dass es ähnliche Meldungen vom Bahnhof Franzensfeste gibt. „Für jedes öffentliche Gebäude soll eine Hausordnung gelten, die einzuhalten ist. Ungebührliches Verhalten oder das Dulden von asozialen Zuständen, wie dem Übernachten in den Wartesälen, sind unakzeptabel. Aus diesem Grund sind derartige Missstände zu melden und umgehend zu beheben“, so Walter Blaas abschließend.