Arabischkurse für Ordnungskräfte bestätigen das Sicherheitsproblem

Veröffentlicht am 19.04.2017
Die Freiheitliche Fraktionssprecherin im Südtiroler Landtag Ulli Mair reagierte mit Befremden darauf, dass sich die Ordnungskräfte der Carabinieri, der Gefängnispolizei und der Finanzwache in Südtirol nun mit dem Erlernen der arabischen Sprache und Kultur befassen, um mit den neuen Mitbürgern und Migranten besser in Kontakt treten zu können. Allein die Tatsache, dass derartige Kurse abgehalten werden, ist ein Eingeständnis des Sicherheitsproblems in Südtirol mit nordafrikanischen Einwanderern arabischer Herkunft.

„Die Abteilung Kultur hat zwei Ausgaben des Kurses unterstützt. Im Jahr 2016 Sprachen, Kultur und Sicherheit kosten 1.300 Euro für 24 Treffen jede zweite Woche zu je 90 Minuten, 20 Teilnehmende. Im Jahr 2017 arabische Sprache und Kultur 1.400 Euro für 12 wöchentliche Treffen zu je 180 Minuten, 16 Teilnehmende. Teilgenommen haben Beamte der Carabinieri, der Stadtpolizei, der Justizvollzugspolizei und der Finanzpolizei“, zitiert Mair einleitend aus der Antwort des zuständigen Landesrates Tommasini auf ihre Anfrage.

„Es werden Kurse abgehalten, es wird Geld ausgegeben. Fakt ist aber, dass viele Südtiroler ihre Muttersprache im Alltag im Umgang mit Ordnungs- und Sicherheitskräften nicht verwenden können. Das ist Realität“, kritisiert Mair und gibt zu bedenken, dass die Zuwanderer eine Bringschuld haben und die Landessprachen erlernen müssen. „Sollte Integration stattfinden, so ist das Erlernen der Sprachen hierfür eine Grundvoraussetzung“, hält Mair fest.

„Ob die Sicherheit in Südtirol durch das Erlernen der arabischen Sprache von einigen Ordnungskräften wiederhergestellt werden kann, sei dahingestellt. Für mich sind derartige Ansätze einfach nur naiv. Es ist nichts anderes als das Eingeständnis, dass Südtirol ein Sicherheitsproblem mit bestimmten Zuwanderergruppen hat. Wäre dies nicht der Fall, so wäre die angebliche Notwendigkeit der Arabischkurse für Sicherheitskräfte nicht gegeben“, stellt die Freiheitliche Fraktionssprecherin fest.

„Es ist sehr wohl verständlich, dass es für die Sicherheitsbeamten nicht immer einfach ist, wenn sie mit Gaunern anderer Sprachen zu tun haben oder bei Ermittlungen und Abhörungen sich auf Übersetzer verlassen müssen, die ihnen auch irgendetwas erzählen können, aber ob diese Einheiten ausreichen, tatsächlich die Sprache zu beherrschen, bezweifle ich auch, wenn man bedenkt, dass Deutsch nicht beherrscht wird“, unterstreicht Ulli Mair abschließend und fordert mit Nachdruck straffällige Ausländer umgehend abzuschieben.