Arabischer Muttersprachenunterricht an Südtiroler Schule: So schaffen Sie Parallelgesellschaften, Herr Landesrat Achammer!

Veröffentlicht am 15.06.2017
Besorgte Eltern wandten sich vor einiger Zeit an die Freiheitliche Landtagsfraktion hinsichtlich des Arabischunterrichtes an der Grundschule „Johann Wolfgang von Goethe“ in Bozen. Neben Arabisch wird darüber hinaus Albanisch und Urdu angeboten. Die nun vorliegende Stellungnahme des zuständigen Landesrates Achammer zum Grund des Wahlfachangebots offenbart eine völlig gescheiterte Integrationspolitik, die Parallelgesellschaften schafft und Assimilierung verhindert. 
 
„Die Muttersprache ist gewissermaßen der Dechiffrierschlüssel beim weiterführenden Sprachenerwerb. An der Grundschule „J. W. v. Goethe" werden seit dem Schuljahr 2008-09, im Rahmen der Wahlfächer (bis 2011-12 unterrichtsergänzende Tätigkeiten) für eine Wochenstunde, Muttersprachkurse für die Kinder jener Sprachgruppen angeboten, falls ausreichend Interesse besteht. Dadurch wird den entsprechenden Kindern weiterhin ein guter Bezug zur Muttersprache garantiert“, zitiert Mair einleitend aus der vorliegenden Antwort auf ihre Anfrage und übt massive Kritik.
 
„Das Fördern der fremdländischen Muttersprache für Einwanderer kann kein Ziel der Bildungsstätten und insbesondere einer Grundschule sein. Damit werden die besten Rahmenbedingungen zur Schaffung von Parallelgesellschaften zur Verfügung gestellt, welche den Integrationsdruck von den Kindern nehmen. Die Sonderbehandlung von Migrantenkindern, die sich eigentlich integrieren sollten, ist weder nachvollziehbar noch mit den Grundsätzen der Autonomie vereinbar“, kritisiert Mair mit Nachdruck.
 
„In erster Linie ist das Erlernen der Landessprachen die Grundvoraussetzung für eine mögliche Integration und Assimilierung. Die Schulen sind angewiesen dieser Aufgabe nachzukommen“, fordert die Freiheitliche Landtagsabgeordnete mit dem Hinweis künftig derartige Projekte einzustellen. „‘Pro Unterrichtsstunde werden 50,00 Euro bezahlt; insgesamt wurden im laufenden Schuljahr 28 Stunden Arabisch angeboten und damit 1.400 Euro vom Amt für Schulfinanzierung bereitgestellt‘“, entnimmt Mair aus den vorliegenden Unterlagen und fordert stattdessen mehr Initiative zur Erlernung der deutschen Sprache.
 
„Sprachexperimente an Schulen gefährden die Grundüberzeugungen der Südtiroler Autonomie. Eine Ausdünnung der deutschen und ladinischen Minderheit hat zur Folge, dass letztlich die autonomen Errungenschaften auf dem Spiel stehen und in der Folge die eigenen Identität und Kultur“, hält die Freiheitliche Fraktionssprecherin im Südtiroler Landtag, Ulli Mair, abschließend fest.
 
Ulli Mair
Abgeordnete zum Südtiroler Landtag