Arabisch-, Albanisch- und Urdu-Unterricht an einer Südtiroler Schule

Veröffentlicht am 04.05.2017
Die Freiheitliche Landtagsabgeordnete Tamara Oberhofer übt harsche Kritik

Die Grundschule „J. W. v. Goethe“ bietet Wahlangebote in den Sprachen Arabisch, Albanisch und Urdu für Muttersprachler im Schuljahr 2017/18 an. Die Freiheitliche Landtagsabgeordnete Tamara Oberhofer übt Kritik an dieser Praxis und sieht die Aufgabe der Schulen in der Vermittlung der Landessprachen. Separate Sprachkurse für arabisch-, albanisch-, oder urdusprechende Kinder an Südtirols Grundschulen spiegeln die gescheiterten Integrationsbestrebungen wider und fördern Parallelgesellschaften.

„Ein ‚Kulturmittler‘ bietet als Wahlfach im kommenden Schuljahr Muttersprachkurse für die arabisch-, albanisch- und urdusprechenden Kinder an der Grundschule „J. W. v. Goethe“ in Bozen an“, hält Oberhofer in einer Aussendung einleitend fest. „Es ist nicht Aufgabe der Südtiroler Schulen die Sprachen der Zuwanderer zu vertiefen und eigene Sprachkurse hierzu anzubieten. Die Schulen haben die Aufgabe in erster Linie die Landessprachen zu vermitteln und den Unterricht ausschließlich in den Landessprachen durchzuführen“, unterstreicht die Freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Es ist vollkommen absurd, wenn Kindern von Zuwanderern an Südtirols Schulen ihre eigene Herkunftssprache als Wahlfach angeboten wird. Dies befeuert die Bildung von Parallelgesellschaften, verhindert jeglichen Integrations- und Assimilationsdruck und bindet Steuermittel. Die Schulen haben nicht die Aufgabe einen Kniefall vor der Politik der offenen Grenzen zu vollziehen, sondern unsere Sprachen zu vermitteln“, kritisiert die Freiheitliche Vizeparteiobfrau.

„Aus autonomiepolitischer Sicht sind derartige Auswüchse mehr als bedenklich. Bereits mit den CLIL-Experimenten wird die deutsche Sprache in Südtirol ausgedünnt und zurückgedrängt. Die hart erkämpften Rechte der Südtiroler werden angesichts der Masseneinwanderung aufs Spiel gesetzt. Diese unverantwortliche Praxis ist umgehend einzustellen“, so Oberhofer.

„Die Schulen leisten mit derartigen Angeboten der Integration und Assimilierung einen Bärendienst und greifen die Grundpfeiler der Südtiroler Autonomie an. Es versteht sich von selbst, dass alle Zuwanderer gefordert sind die Landessprachen zu erlernen und in der Folge zu beherrschen. Jede Entwicklung, die dem entgegenwirkt ist abzulehnen“, schließt die Freiheitliche Vizeparteiobfrau mit der Aufforderung die Sprachkurse zurückzunehmen.