Anschlagsserie in Bayern – Westliche Politik braucht einen Wandel

Veröffentlicht am 25.07.2016
Bereits die dritte Bluttat in Bayern innerhalb einer Woche

Wenige Tage nach dem Amoklauf in München folgt die nächste schockierende Nachricht. Laut Medienberichten zündete ein 27-jähriger Syrer am Sonntagabend einen Sprengsatz bei einem Musikfestival im bayerischen Ansbach. Dabei wurden 15 Menschen teils schwer verletzt. Zunächst möchte ich mein Mitgefühl den Angehörigen der Opfer der Terrorangriffe in Bayern ausdrücken und wünsche den Verletzten eine rasche Genesung.

Seit dem Terroranschlag in New York am 11. September 2001 hat sich der Kriegsbegriff komplett verändert. Während man früher einen Krieg durch eine Kriegserklärung begann und durch einen Friedensvertrag wieder beendete, tappt man heute im Dunkeln. Man weiß nicht wann, wo und von wem der nächste Anschlag geplant ist. Es herrscht Unklarheit über Beginn, Ziele, Gegner und das Ende des Terrorismus.

Zum Teil hat sich diese Situation Europa selbst zuzuschreiben. Europa hat sich den Angriffskriegen der USA und der NATO angeschlossen und jenen Waffen geliefert, vor denen wir uns nun fürchten müssen. Die Politik des Westens ist einer der Hauptgründe für die Anschläge in Europa. Es kann nämlich nicht die Lösung sein, dass andere Länder zerbombt, ausgebeutet und somit die Menschen dort zur Flucht gedrängt werden. Ebenso keine Lösung ist es, alle vermeintlichen Flüchtlinge unkontrolliert und ungehindert nach Europa einreisen zu lassen, sonst herrschen bei uns bald jene Zustände vor denen diese Menschen in ihren Heimatländern geflohen sind.

Nach Paris, Nizza, Würzburg, München, Reutlingen und Ansbach werden Sicherheitsgipfel nicht mehr genügen, es braucht einen radikalen Wandel der Politik des Westens, ein Umdenken und klare Signale. Eine Schließung der Mittelmeerroute, eine konsequente Rückführung jener Asylwerber, deren Anträge abgelehnt wurden, sowie eine verstärkte Kooperation mit Russland im Kampf gegen den Terror im Nahen Osten wären erste Schritte.