Albino-Saiblinge waren kein Überraschungsgeschenk für Altlandeshauptmann Durnwalder

Veröffentlicht am 18.05.2016
Laut Medienberichten wurden im Jahr 2014 im Landesfischzuchtbetrieb angeblich als Überraschung für Altlandeshauptmann Luis Durnwalder Albinos von Bachsaiblingen gezüchtet. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas forderte in einer Landtagsanfrage eine Stellungnahme der Landesregierung zu diesem Vorfall ein.

Landesrat Arnold Schuler teilt dem Abgeordneten in seinem Antwortschreiben mit, dass die Medienberichte nicht den Tatsachen entsprächen. Im Jahr 2012 habe das Amt für Jagd und Fischerei einen größeren Bedarf an Bachsaiblingen in der Landesfischzucht angemeldet. Beim Schlüpfen von etwa 300.000 Eiern seien bei der natürlichen Vermehrung unter den Brütlingen zufällig etwa ein Promille der geschlüpften Fische Albinos dabei gewesen. Diese Fische hätten nicht in den Gewässerbesatz gedurft, sollten aber auch nicht einfach vernichtet werden. Daher seien sie aufgezogen und an die Fischereiwirtschaft verkauft worden, erläutert Schuler.

Auf Blaas‘ Frage, wer den Auftrag für die Zucht der Albinos erteilte und welchem Zweck diese schlussendlich zugeführt wurden, entgegnet Schuler, dass die Albinos zufällig entstanden seien und niemand einen Auftrag für ihre Zucht erteilt habe. Es gebe in der Landesfischzucht kein eigenes Zuchtprogramm für Albino-Saiblinge, stellt der Landesrat klar. Die Albinos seien schließlich als fangfertige Fische bzw. Speisefische an die Südtiroler Teich- und Fischereiwirtschaft verkauft worden, so Schuler.

Der Freiheitliche Abgeordnete Blaas zeigt sich in einer Stellungnahme verwundert über die Diskrepanz zwischen den Medienberichten und der Antwort von Schuler. „Die Medienberichte und die Aussagen von Landesrat Arnold Schuler klaffen weit auseinander. Es stellt sich deshalb natürlich die Frage, wem man nun glauben soll“, schreibt Walter Blaas.