67 Marihuana-Plantagen in 10 Monaten ausgehoben

Veröffentlicht am 19.12.2016
Drogensumpf in Südtirol – Kritik an verharmlosenden Journalismus

Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas intervenierte umgehend im Südtiroler Landtag, nachdem sich die Meldungen hinsichtlich ausgehobener Marihuana-Plantagen verdichtet hatten. Die nun vorliegenden Zahlen bringen die Spitze des Eisbergers in Sachen Drogenproblematik im Land zum Vorschein.

„Der Kampf gegen Drogen darf kein Pardon kennen“, stellt der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas in einer Aussendung einleitend fest. „Südtirol hat ein massives Problem mit illegalen Suchtmitteln. Allein im Zeitraum von Januar bis Oktober 2016 wurden – laut Regierungskommissariat – 67 Marihuana-Plantagen ausgehoben“, erörtert Blaas und verweist auf die Antwort auf seine Anfrage.

„Eine Person wurde verhaftet und 10 weitere Personen wurden bisher auf freiem Fuß angezeigt“, so Blaas mit Blick auf die vorliegenden Informationen. „‘Im Kampf gegen den Anbau und die Herstellung von unerlaubten Suchtmitteln kommen Drohnen oder andere Fluggeräte nicht zum Einsatz, da sich die besagten Anbauflächen generell in Waldgebieten bzw. an Orten mit relativ starker Vegetation befinden und demnach aus der Luft nur schwer gesichtet werden können‘“, zitiert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete aus der Antwort auf seine Anfrage. Die Drogenlandwirte scheinen ihre geheimen Plantagen besonders perfide zu planen, sodass technische Geräte zum Aufspüren kaum eingesetzt werden können.

„Die Folgen der Drogenprobleme sind gravierend, die Kosten für die Allgemeinheit hoch und die persönlichen Schicksale ergreifend“, betont Blaas und verweist auf die Wichtigkeit des unnachgiebigen Kampfes gegen Drogen.

„Ein zentrales Problem ist die derzeit herrschende Verharmlosung der Drogen und die angestoßene Legalisierungsdebatte. Mit der Massenzuwanderung wurden daneben neue Drogenmärkte erschlossen“, stellt Blaas fest.

„Ein weiteres Problem ist die verharmlosende Berichterstattung einiger Journalisten, welche die Beschäftigung mit der Drogenproblematik als ‚skurril‘ bezeichnen und die Menschen dahinter als ‚Polli‘“, unterstreicht Walter Blaas. „Drogen stellten nach wie vor ein Problem für die Gesellschaft und den Lebensweg der Betroffenen dar. Umso wichtiger sind ein konsequentes Vorgehen und eine sachliche Debatte zur Problematik. Alles andere ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die dem Leid ausgesetzt sind“, schließt Blaas.