200.000 Illegale sollen heuer nach Italien kommen – erneutes Chaos steht bevor

Veröffentlicht am 20.04.2017
Landesparteiobmann Walter Blaas fordert mit Nachdruck die primäre Kompetenz in Sachen Einwanderung für Südtirol

Italien erlebt derzeit ein neues Rekordhoch an ankommenden Illegalen und sogenannten „Flüchtlingen“. Die Behörden gehen heuer von 200.000 Personen aus, die über das Mittelmeer Italien erreichen. Sollten diese illegalen Einwanderer einen Asylantrag stellen, so würde dies für Südtirol die Aufnahme von weiteren 1.800 Asylanten bedeuten. Bereits heute herrscht Chaos und die Südtiroler Gemeinden zaudern weitere Asylwerber aufzunehmen. Der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas fordert die primäre Zuständigkeit für Südtirol in Sachen Einwanderung und Asyl.

„Genug ist genug“, unterstreicht der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas in einer Aussendung einleitend. „Das Asylchaos greift in Südtirol um sich und der Staat rechnet für heuer mit einer Rekordanzahl von Neuankünften. Mit etwa 200.000 Illegalen und sogenannten „Flüchtlingen“ rechnen die Behörden und es versteht sich von selbst, dass diese Personen wiederum über das ganze Land verteilt werden. Die Unterbringung ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch des geeigneten Personals, der Sicherheit und der Organisation. Südtirol ist längst schon überfordert und etliche Gemeinden stemmen sich gegen die Aufnahme von weiteren Asylanten und dies aus gutem Grund“, hält Blaas fest.

„Der Großteil der untergebrachten Personen landet auf der Straße, da sie kein Anrecht auf Asyl haben und sich dadurch illegal auf dem Staatsgebiet aufhalten. Ihr Weg führt zwangsläufig in die Kriminalität und die heimische Bevölkerung lebt in Angst“, kritisiert Blaas. „Viele Südtiroler Gemeinden wehren sich zurecht gegen diese Entwicklung. Der Widerstand gegen das SPRAR-Programm zur Aufnahme von Asylanten in den Landgemeinden verdeutlicht die Situation und den Unmut der Bürger“, so der Freiheitliche Abgeordnete.

„Wir Freiheitliche fordern die primäre Zuständigkeit für Südtirol in Sachen Einwanderung und Asyl. Wir brauchen eine verbindliche Obergrenze und eine garantierte Abschiebung von Illegalen und abgelehnten Asylwerbern“, erklärt der Freiheitliche Landesparteiobmann. „Südtirol ist in einer besonderen Situation. Hier lebt eine deutsche und ladinische Minderheit, deren Schutz durch die illegale Masseneinwanderung gefährdet ist“, hält Walter Blaas abschließend fest und fordert von der Landesregierung mehr Engagement in dieser Angelegenheit.