Wartezeiten an Südtirols Musikschulen

Veröffentlicht am 04.07.2016
Die Musikschulen in Südtirol sind gefragt und erfahren einen großen Zuspruch bei den Interessierten. Jedoch sind die Ausbildungsplätze knapp und begrenzt, sodass viele interessierte Personen nicht zum Zug kommen und sich eine lange Warteschleife einreihen müssen. Bis zu drei Jahre kann die Wartezeit bei den Instrumenten Klavier, Gitarre oder Schlagzeug an den unterschiedlichen Musikschulen dauern. Bei vielen anderen Instrumenten sind Wartezeiten von mindestens einem Jahr kein Ausnahmezustand, sondern herrschende Realität.

Die Landesregierung gedenkt angesichts des großen Interesses an den Musikschulen im Land keine weiteren Lehrkräfte einzustellen und auch das räumliche Problem scheint nur auf bedingtes Interesse zu stoßen. So kann hier auf den dringend ausstehende Neuunterkunft für die Musikschule in Brixen verwiesen werden.

Die Studiengebühren, beispielsweise an der Musikschule in Bruneck, bewegen sich je nach Tarifgruppe und Kategorie zwischen 90,00- und 360,00 Euro und decken damit einen Teil der Ausgaben.

Hauptsächlich wirken sich die langen Wartezeiten von bis zu drei Jahren negativ auf interessierte Kinder und Jugendliche aus. Ein frühzeitiges Erlernen und die Förderung des musikalischen Talentes werden dadurch verzögert oder verhindert. Auch von einem schwindenden Interesse bei dermaßen langen Wartezeiten muss ausgegangen werden.

Südtirol hat etliche Musikgruppen und Bands auf internationalem Niveau, welche unser Land nach außen hin repräsentieren. Hinzu kommen die unterschiedlichen Gruppen auf lokaler Ebene und die ehrenamtlichen Musikkapellen und Chöre. Deshalb ist es von entscheidender Wichtigkeit, die musikalische Bildung für die Zukunft zu sichern und den Nachwuchs zu fördern.

Aus diesen Gründen müssen folgende Schritte in die Wege geleitet werden, um die Wartezeiten für Interessierte spürbar zu kürzen:
Aufstockung der Anzahl von Musik- und Instrumentenlehrern, dort wo Bedarf besteht;
Erhebung der Räumlichkeiten und gegebenenfalls den mangelnden Bestand ausgleichen;

L. Abg. Walter Blaas