Schwarzfahrer in Südtirol

Veröffentlicht am 21.07.2016
Des Öftern wurde miterlebt, wie in öffentlichen Verkehrsmitteln Personen ohne gültigen Fahrschein auf frischer Tat ertappt wurden. Meist handelte es sich um Personen ausländischer Herkunft, welche glauben als Schwarzfahrer die öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol benutzen zu können. Aus diesem Grund war eine Situationserhebung in Südtirol von besonderem Interesse, damit die Politik diesem Phänomen mit gebotener Härte begegnen kann.
* kalkulierte Daten für das Jahr 2016. Bis zum 30.04.2016 wurden bei der SASA bisher 1.233- und bei der SAD 458 Schwarzfahrer aufgegriffen.

* kalkulierte Daten für das Jahr 2016. Bis zum 30.04.2016 wurden bei der SASA bisher eine Summe von 59.185,23 € und bei der SAD eine Summe von 23.428,70 € für Strafen ausgestellt.  
Bei LIBUS wird seit April 2016 ein zusätzlicher Kontrolleur zur Fahrgastkontrolle eingesetzt. Bisher konnten die Kontrollen ausschließlich von Busfahrern durchgeführt werden. Im Zeitraum zwischen dem 01.04.2016 und 15.06.2016 wurden bereits 31 Schwarzfahrer bei LIBUS ausgemacht. 
Die Daten von Trenitalia sind noch ausständig, aber auch dort kann mit einem ähnlichen Bild gerechnet werden und einer hohen Anzahl von ertappten Tätern. Die Nationalitäten der Schwarzfahrer wurden nicht erhoben.

Bei insgesamt 15.825.081 Entwertungen im Jahr 2014 in Südtirol (Quelle: Landesinstitut für Statistik, Mobilität und Verkehr in Südtirol 2014, Schriftenreihe 214) scheint die Anzahl der festgestellten Schwarzfahrer gering zu sein. Dennoch muss von einer hohen Dunkelzifferanzahl ausgegangen werden.

Die ausgestellten Strafen, welche in der Summe fünf- und sechsstellige Beträge je nach Konzessionär ausmachen, wurden nicht alle bezahlt. Der Grund weshalb die Schwarzfahrer ihre erhaltenen Strafen nicht bezahlen sei den Konzessionären nicht bekannt. Nur reumütige und einsichtige Täter scheinen die ausgestellte Strafe zu begleichen. Schwarzfahrer, die sich weigern ihre auferlegten Strafen zu begleichen, zeugen von Verachtung gegenüber einer öffentlichen Dienstleistung und asozialem Verhalten. Hinzu kommt, dass manche ertappte Schwarzfahrer durch Aggressivität auffallen und eine Gefahr für das Personal und die anderen Fahrgäste darstellen.

Den Mehrfachtätern wurde das weitere Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol bisher nicht untersagt. Hier muss die Politik nachbessern und die Sanktionen gegen Wiederholungstäter verschärfen. Die vermehrten Kontrollen in den Zügen und Bussen scheinen ihre Wirkung zu zeigen und die „Schwarzen Schafe“ herauszufiltern. Dennoch muss das Sanktionsregime dahin angepasst werden, dass das Schwarzfahren erheblich eingedämmt wird. Schließlich entsteht den Steuerzahlern durch dieses Verhalten ein enormer Schaden.

Die Freiheitliche Forderung:
Schwarzfahrern, die sich weigern die auferlegten Strafen zu begleichen und als Mehrfachtäter ausgemacht wurden, ist das weitere Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol zu untersagen. Schwarzfahrer, die sich über die Sanktion hinwegsetzen, sind mit einer angemessenen Geldstrafe zu bestrafen, welche vom entsprechenden Dienst eingezogen wird.