Impfdiskussion in Südtirol

Veröffentlicht am 06.10.2017
Objektive und sachliche Streitkultur zwischen Impfgegnern und Sanitätsbetrieb, anstatt
Gerichtliche Klagen.
 
Landesrätin Martha Stocker sollte alle Streitparteien zurück an einen Tisch holen,
mit Volksanwältin Gabriele Morandell als Mediatorin.
 
 
„Das Thema Impfen erhitzt derzeit die Gemüter in Südtirol und das ist für mich auch mehr als verständlich, denn die Vorgehensweise des italienischen Staates gegenüber den Eltern, welche ihre Kinder nicht impfen lassen wollen, ist erschreckend und inakzeptabel.
Es kann nicht sein, dass man Eltern regelrecht erpresst, denn Kinder sind kein Verhandlungsobjekt wie zum Beispiel ein Grundstück. Unter diesen Umständen ist es nachvollziehbar, dass die Wogen sehr hoch und leider manchmal auch viel zu hoch gehen", so der freiheitliche Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker in einer Aussendung.
 
„Seit einiger Zeit jedoch scheint der Streit zu eskalieren. Ich bin nicht glücklich darüber, dass der Sanitätsbetrieb mit Generaldirektor Dr. Thomas Schael nun den Weg des Gerichtes gegen die Vereinigung der Impfgegner eingeschlagen hat. Natürlich dürfen Falschmeldungen nicht unkommentiert bleiben, denn diese sind in der Zeit der digitalen Medien ein großes Problem. Wir sollten deshalb alle Beteiligten in dieser Streitfrage an einem Tisch holen, damit man sich für eine Diskussions- und objektive Streitkultur entscheidet. Gerichtliche Klagen sollte wirklich der letzte Schritt sein“, so Stocker weiter.
 
„Deshalb ersuche ich Landesrätin Martha Stocker nochmals, ein Vermittlungsgespräch in die Wege zu leiten. Als Mediator zwischen den beiden Gruppen schlage ich Volksanwältin Gabriele Morandell vor, welche diesbezüglich die richtigen Erfahrungen mitbringt. Die gerichtlichen Klagen sollten derweil gestoppt werden“, so Stocker abschließend.