Wolf und Bär gehören nicht hierher

Veröffentlicht am 06.03.2017
Wolf und Bär gehören nicht zu Südtirol. Die jüngsten Berichte über das Vorkommen von Wölfen in Südtirol müssen mit kritischem Augenmerk betrachtet werden. Sie sind nicht nur ein Feindbild für viele heimische Nutztiere, sondern auch für zahlreiche Wildtierarten. Die gerissenen Rehe in den Gadertalern Wäldern sind Beispiel genug für die Unverträglichkeit und die angerichteten Schäden dieser Raubtiere. Während unsere Vorfahren mit gutem Grund alles daran gesetzt haben, die Wölfe und Bären auszurotten, werden diese Tiere nun mit viel Steuergeld und Bürokratie neu angesiedelt. Das kann es nicht sein. Es stellt sich einfach die Frage, was Priorität hat: Die für die Wildnis geschaffenen Raubtiere oder der einheimische Tierbestand, der zur Versorgung und zur Einkommensquelle unserer Bauern gehört? Dort, wo es keine besiedelten Gebiete gibt, sind Wölfe und Bären sicherlich besser aufgehoben. Die letzthin geäußerte Drohung einer italienischen Tierschutzvereinigung, den Direktor des Bauernbunds anzuzeigen, weil er einen Abschlussplan für Wölfe gefordert hatte, ist schlichtweg lächerlich. Die Landesregierung sollte den Mut aufbringen, in Rom Tacheles zu reden und eigene Wege zu beschreiten.

Von Lois Taibon, Freiheitlicher Bezirksobmann Pustertal