Mehr Neutralität bitte

Veröffentlicht am 25.07.2016
Die Berichte und Kommentare des Herrn Thomas Spang in der „Dolomiten“ über die US-Präsidentschaftswahlen sind einseitig und tendenziös. Regelmäßig wird der Republikaner Donald Trump gegenüber der Demokratin Hillary Clinton in ein schlechtes Licht gerückt. Dabei wäre Trump aus europäischer Sicht wohl die bessere Wahl. Er lehnt im Gegensatz zu Clinton das unsägliche Freihandelsabkommen TTIP klar ab. Jeder Europäer, der gegen Chlorhühnchen und Genmais ist, müsste eigentlich für Trump sein. Trump steht weiters für eine isolationistische Außenpolitik, welche die USA von der Rolle des „Weltpolizisten“ wegführen will, sowie für eine Entspannungspolitik gegenüber Russland. Clinton hingegen würde als Präsidentin ihre interventionistische Außenpolitik, welche den gesamten Nahen Osten ins Chaos gestürzt hat, sowie den Konfrontationskurs gegenüber Russland fortsetzen und somit einen Krieg in Europa billigend in Kauf nehmen. Es gibt für Europäer also gute Gründe, auf einen US-Präsidenten Trump zu hoffen. Ein bisschen mehr Neutralität in der US-Berichterstattung würde insofern nicht schaden!

Philipp Kleon
Vorstandsmitglied