Ist das noch sozial?

Veröffentlicht am 02.08.2017
Die jüngsten Zahlen des Sozialdienstes Wipptal belegen eindrucksvoll, was seit Jahren offenkundig ist: Südtirol erlebt nicht so sehr eine Zuwanderung in den Arbeitsmarkt, sondern wesentlich in das Sozialsystem. 2016 waren 40% der Beitragsempfänger für Miete und Wohnungsnebenkosten Nicht-EU-Bürger, deren Anteil am Lebensminimum bzw. am „sozialen Mindesteinkommen“ betrug sogar 42%.
Würde es stimmen, dass wir die Ausländer brauchen, müssten sie doch entsprechend verdienen und nicht in diesem Ausmaß die Sozialleistungen beanspruchen. Oder bekommen sie Hungerlöhne und die öffentliche Hand muss die Differenz ausgleichen? Wie viele Ausländer sind arbeitslos und wie lange dürfen sie trotzdem im Land bleiben und Sozialleistungen beanspruchen? Werden Gewinne privatisiert und Ausgaben sozialisiert? Andererseits überweisen die Ausländer Millionen in ihre Herkunftsländer. Da stimmt etwas nicht im Sozialgefüge, vor allem wenn man bedenkt, dass viele Südtiroler, zumal Frauen, immer öfter durch das soziale Netz fallen.
 
Pius Leitner, Vahrn