Alt-linker Albtraum?

Veröffentlicht am 28.12.2016
Herr Rottensteiner mag sich beruhigen, "Gauleiter Pius" strebt weder einen Anschluss an die russische Föderation, noch eine Auswanderung auf die Krim und schon gar nicht eine gastronomische Friedensmission in Ost-Aleppo an. 
Welch ein Zynismus und Sarkasmus angesichts der aktuellen Tragödien! Allein die Wortwahl ist erschreckend, derer sich Herr Rottensteiner bedient. Hat der Alt-Linke Herr Rottensteiner etwa den Untergang der UdSSR nicht verkraftet? Träumt er immer noch von der weltumspannenden "Friedensideologie" der Kommunisten?
Zu meiner politischen Botschaft stehe ich: Russland soll sich (wie alle
Länder) seine Regierungsform selber wählen. Die Deutungshoheit des Westens in Sachen Demokratie und Menschenrechte ist ebenso bedenklich wie es jene zur Hochblüte des Kommunismus war. Die Kriege darum brachten auf beiden Seiten großes Unheil. Mir geht es um Europa, das sich endlich von den USA und der NATO etablieren und das seine Rolle zwischen den Machtblöcken USA und Russland finden muss. Dass Russland (zumindest ein Teil davon) zu Europa gehört, wird wohl auch Herr Rottensteiner nicht bestreiten und dass ein möglicher Krieg zwischen den USA und Russland sehr wahrscheinlich auf europäischem Boden ausgetragen würde, oder? Daher sind nicht Sanktionen der richtige Weg, sondern Verhandlungen, an die ich als überzeugter Demokrat glaube.
Übrigens: ich fühle mich in Südtirol sehr wohl und ich werde auch künftig meinen bescheidenen Beitrag dazu leisten, dass es den Menschen gut geht und dass sie selber bestimmen dürfen, wie sie sich politisch organisieren wollen.

L. Abg. Pius Leitner