Gebärdensprache im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

17-05-16
Vorausgeschickt, dass auch Gehörlose aktuelle Nachrichten aus Südtirol und der Welt mitverfolgen wollen und ein Recht auf öffentlich zugängliche Information haben;
Festgehalten, dass es in Südtirol bis zum heutigen Tage kein entsprechendes Angebot in Gebärdensprache im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt;
Festgestellt, dass auch Gehörlose ihren Rundfunkbeitrag entrichten, obwohl sie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nur im eingeschränkten Maße nutzen können und die Landesregierung üppige Beiträge an die RAI zahlt, ist die Forderung nach Sendungen mit unterstützender Gebärdensprache nachvollziehbar, zumal dies in anderen Ländern bereits seit vielen Jahren Realität ist. Seit 2005 ist die Gebärdensprache in Österreich verfassungsrechtlich als vollwertige Sprache anerkannt. 2006 wurde die UN-Behindertenrechtskonvention in New York unterzeichnet. Das Recht auf Erlernen der Gebärdensprache und die Förderung der sprachlichen Identität der Gehörlosen ist im Artikel 24 festgeschrieben. 
Deshalb 
f o r d e r t
- der Südtiroler Landtag die Landesregierung auf, sämtliche Anstrengungen und alle notwendigen verwaltungstechnischen Schritte in die Wege zu leiten, damit beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk RAI-Südtirol zumindest einmal täglich eine Nachrichtensendung der Tagesschau unter Einbeziehung der Gebärdensprache ausgestrahlt wird.  


L. Abg. Walter Blaas

L. Abg. Roland Tinkhauser

L. Abg. Pius Leitner

L. Abg. Sigmar Stocker

L. Abg. Ulli Mair

L. Abg. Tamara Oberhofer
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http://www2.landtag-bz.org/de/datenbanken/akte/definition_suche_akt.asp
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